Zukunfts-Ökonomie

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Ökonomie ist ein vielfältiges Feld. Und ökonomisches Handeln nochmal ein spezielles Feld. Im wissenschaftlichen Bereich wird dieser Bereich Neuro-Ökonomie genannt. Es wird von zahlreichen Wissenschaftlern und nahmhaften Psychologen und Ökonomen sehr angeregt darüber berichtet, diskutiert und auch gestritten, welche Typen von Menschen es gibt, wenn es um ökonomisches Handeln geht bzw. wenn es grundsätzlich um Entscheidungen im Leben geht.

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Eine der Unterscheidungen, die ich im übrigen sehr treffend finde, wird von Daniel Kahnemann gemacht in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“: er unterscheidet die Menschen in ECONS und HUMANS, was extrem verkürzt wiedergegeben,  die Unterscheidung in BLAUE und ROTE Typen bzw.  Ratio- und Emotio-Typen bedeutet. Also solche, die hauptsächlich durch Zahlen, Daten und Fakten und diejenigen, welche hauptsächlich durch Emotionen be-wegt werden.

Ich selbst zähle mich mit Sicherheit mehr zu den Roten Typen, wobei ich einen anderen Weg gefunden habe. Und den nenne ich den Weg der kreativen Ökonomie, das Bestandteil meines Reduktions Intelligenz Trainings (RIT) ist. Zugleich sehe ich als einen Weg in einem Zeitalter von hohen Reizanteilen, fehlenden guten Bindungen und Informations-Overflow die Notwendigkeit, immer mehr das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. Doch dies wird zunehmend nur mehr durch emotionale Intelligenz, durch gesundes  Bindungsverhalten (zu sich selbst und zu anderen) und dem „Wissen vom Wesentlichen“ als Grundlage möglich sein.

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Den Weg, emotionale Intelligenz, gesundes Bindungsverhalten und kreative Ökonomie zu verbinden, beschreibe ich in dem von mir entwickelten Reduktions Intelligenz Training (RIT).

Es ist das Training, das die rechte Hirnhälfte (ROT/v.a. limbisches System, „schnelles System“) mit der linken Hirnhälfte (BLAU/kognitives System, „langsames System“) verbindet. Dabei geht es um Achtsamkeits-Übungen in der Natur (die auch Inhouse möglich sind) sowie um Kreativität und Wissensaufbau rund um das Thema Reduktion..

In Zeiten von Reiz- und Informationsüberflutung gilt es in Unternehmen wie im Privatleben zunehmend den Blick zu fokussieren aufs Wesentliche: und der Blick beginnt beim Blick auf sich selbst.

Somit geht mein Trainings-Programm an den Menschen heran – egal ob im Unternehmen oder ob als Privatperson. Jeder Mensch wünscht sich Zufriedenheit und gelungene Lebensgestaltung.  Dies zu gestalten bedarf lebenslangen Lernens und, so wie ich das erkenne, auch zu lebenslangem Arbeiten, was wiederum dazu führt, dass Unternehmen und Menschen immer mehr aufeinander angewiesen sind angesichts eines demografischen Wandels, der Nachwuchs fehlen lässt.

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Auch könnte es in Zeiten  von Finanz- und Schuldenkrise eventuell zu Mehrbelastungen kommen in Form von massiven Einschnitten in das Leben aller durch höhere Kosten oder Einschnitten in soziale Errungenschaften. Das wiederum ökonomische und kreative Fähigkeiten benötigt, um positiv diesen Herausforderungen zu begegnen. Dem zu begegnen dient auch das Reduktions Intelligenz Training (RIT) – denn wer in sich ruht und in der eigenen Mitte ist, dem können äußere Umstände nicht so leicht aus der Bahn werfen und der benötigt kaum mehr Kompensations-Strategien. Denn solche Kompensations-Strategien gibt es immer mehr: dank Internet- und Social Media ist nahezu alles möglich, was uns von reellen Bindungen und selbst gesteuerten Handlungen (Algorithmen als Entscheidungs-„Helfer“) entfernt. Wer Reduktions Intelligenz trainiert, lernt Bezug zu sich selbst, lernt Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, lernt kluge Entscheidungen zu treffen, lernt Schlechtes von Gutem zu unterscheiden und positive Bindungen herzustellen, die eigene Intuition nutzen. Zugleich wird ein kreativer Ansatz im Bereich der Ressourcen-Schonung erlernt, der dazu befähigt, sowohl als Mitarbeiter wir auch als Privatperson den Blick auf Verwertbares, Upcycle-bares (aus Altem Schönes gestalten anstatt wegzuwerfen) und vieles mehr. Diese Methode stärkt zugleich Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, weil selbst handwerklich Nicht-Begabte schnelle Erfolgserlebnisse erzielen. Und für Unternehmen wird dieser kreative Prozess ein zukunftsfähiges Verfahren der Ressourcen-Schonung bei Mensch und Material.

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Wer reduktiv denken und handeln lernt, lernt Fühlen und Begreifen und damit sich selbst kennen. Und  wird sich mit beruflichen Situationen, mit Lebens-Situationen leichter zufriedenstellen, aber auch mit weniger Konsum und Kompensation zufrieden sein. Durch eine positive Bindung zu sich selbst wird positive Bindung nach Außen (Beruf, Umwelt, Familie, Natur usw.) leichter möglich sein. Und die Verführung eines digitalen Zeitalters, das immer mehr zur Fremdbestimmung mutiert, zu Ersatz- und Kompensations-Handlungen verführt, eingrenzen helfen.

Das relevante Thema wird dabei sein, dass die nachfolgende Generation vor allem sichere Bindung im Elternhaus (und dort, wo sie nicht gelebt werden konnte und Traumata entstanden, die Auflösung dessen er-leben) erlebt, denn alles Nachfolgende wird auf vermeintliche sichere Bindungen und Kompensationshandlungen abzielen wie z.B. übertriebener Social Media-Konsum, Internet, mangelnde Kreativität usw. Und lenkt ausschließlich auf Kompensations-Strategien wie Sucht, Mangelerleben, Krankheit, Macht-Szenarien usw. anstatt geglücktes Life Management (erforderliche Lebensgestaltung) und Life Design (geglückte Lebensgestaltung). Fehlende sichere Bindungen werden die Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen, davon bin ich überzeugt.

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Deswegen wird es immer mehr um eine achtsame Lebensgestaltung gehen, die darauf abzielt, sich selbst (die eigene Natur) die Beziehung zu anderen zu er-leben, be-greifen und zu spüren. Wir werden das höher, schneller, weiter und den zunehmenden Raubbau mit unseren Kräften und mit Ressourcen im Allgemeinen nicht mehr länger durchhalten, insbesondere, wenn es darum geht, dass wir womöglich alle einmal länger arbeiten wollen oder müssen. Dieses wie ich es nenne, Reduktions Intelligenz Training (RIT), welches die Fähigkeit zur Reduktion auf das Wesentliche im Leben trainiert, wird einen wesentlichen Anteil an der menschlichen Entwicklung hin zur Selbstbestimmung (Autonomie) und weg von der Fremdbestimmung (Abhängigkeit, Pseudo-Autonomie) einnehmen. Darin wird nicht nur Achtsamkeit,  Klarheit für kluge Entscheidungen, kreative Ökonomie gelernt, sondern positive Bindung an Schönes (Kreativität, Natur, Selbst-Erleben in der Natur usw.) und somit positive Bindung an die Umwelt (Beruf, Familie, Partner, Natur usw.) und damit unser aller Einfluss auf das Klima, und was mit unserer Erde geschieht.

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Somit wird den Algorithmen der Gegenwart und Zukunft, die massiv in Entscheidungen von Menschen Einfluss nehmen etwas entgegengesetzt, das ansonsten immer mehr verkümmert: eine Intelligenz, die die Verbindung von Intuition mit Kognition(Verstand) und Emotion (Fühlen) herstellt, durch Achtsamkeit einerseits, sowie Verhaltenstraining und Knowhow-Aufbau andererseits erworben. 

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KREATIVE Ökonomie als Teil des Reduktions Intelligenz Trainings (RIT) wird also die Links-Hirn-Hälfte (Kognition) und die Rechts-Hirn-Hälfte (Emotion, Kreativität, Schnell-Strategien, impulsives Handeln) trainieren. Denn beide Seiten sind wichtig. Wer nur Emotion oder Intuition und Kreativität benutzt, dem fehlt die Struktur und die Faktensammlung, die für Entscheidungen zumindest grundlegender Reichweite absolut erforderlich sind. Und wer nur Daten, Fakten sprechen lässt für seine Entscheidungsfindung, hat ein generelles Problem: sich vor wichtigen emotionalen und wert-haltigen Argumenten zu verschließen und damit eindeutig einseitig zu handeln. Kreative Ökonomie bezieht sich auch auf die Zusammenhänge in unserem Gehirn, die Kaufhandlungen,  Kaufsucht, Angst vor Verlusten bei Aktien-Käufen, falsches Sicherheitsbedürfnis bei  Altersvorsorgen usw. auslösen können. Und geht zugleich auf Zufriedenheits- und Glücksfaktoren, ausgelöst im menschlichen Hirn ein, die vollkommen unabhängig jenseits von Materie und Geld sind.

Kreative Ökonomie in Verbindung mit dem Reduktions Intelligenz Training (RIT) wird vor allem ein wirtschaftliches Thema für Unternehmen werden: einerseits die eigene Einzigartigkeit herauszufinden, die unabhängig von Alleinstellungsmerkmal und Marken-Positionierung ist, wird eine Markt-und Marketing-Komponente werden in Zeiten von fallender Nachfrage und sinkendem Wachstum. Da aktuell vor allem das (noch vorhandene, geringe) Wachstum durch die Generation der Babyboomer erzeugt wird, benötigt es zukünftig andere Strategien. Es wird zunehmend Strategien der Manipulation geben, aber zunehmend Strategien der Echtheit durch Einzigartigkeit: Reduktion auf das Wesentliche, total heruntergebrochen auf die eigene Einzigartigkeit, lässt Konkurrenz fehlen, schont Ressourcen (da für Un-Wesentliches und Un-Passendes keine „Energie“ verbraucht wird) und zieht diejenigen als Käufer-Markt an, die die Echtheit erkennen und die sich damit identifizieren und zudem wegen fehlendem Konkurrenz-Angebot zugreifen.

Kreative Ökonomie wird ein zukunftsweisender Weg sein. Die Zeichen stehen dafür. Und Kreative Ökonomie wird ein Management-Thema werden müssen. Dadurch entsteht Balance, Gesundheit und ein betriebswirtschaftliches Ergebnis, das Werte auch im emotionalen Sinne beinhaltet. Ich nenne das Social Leadership als zukünftige Leadership-Qualität.

Themen von mir, die zu diesem Blog-Beitrag Bezug nehmen:

Glück ist Knäckebrot – die Stressdiät ODER 7 Kriterien zur Entwicklung einer Reduktionsintelligenz

Satellite-Core-Modell

Kurzvortrag zum Satellite-Core-Modell

Das systAV-Prinzip

Sabine Hauswirth

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