Börsen-Einfluss

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Die Welt wird immer komplexer. Einfluss und Marketing, aber auch Manipulation sind voneinander bald nicht mehr zu unterscheiden. Die Schnelligkeit, mit der hier gearbeitet wird, kann durch politische Einflussnahme in Form von Gesetzgebung letztendlich nicht mehr rechtzeitig gesteuert werden. YouTuber und viele andere Influencer machen oft positiv Einfluss, aber es gibt auch die Gefahr, dass ganz anders Einfluss genommen wird. Durch sogenannte Social Robots. Sie können womöglich Märkte, Wahlen, aber auch die Börse manipulieren. Gilt es also immer mehr, wieder zurück zu kommen auf die eigenen Instinkte, der Intuition und nicht sofort impulsgesteuert alles zu glauben, was man liest oder gar zu handeln.

Auch ich beeinflusse – so wie jeder das macht, der etwas schreibt oder sagt. Somit gilt es, auch im Sinne von Transparenz, nicht nur weil Gesetze es verlangen, zu zeigen, wann man bezahlt wird für einen Influencer Post. Denn Werbung, nichts Anderes ist Influencer Marketing, kann man ja ruhig zeigen. Das gehört sich einfach. Ich lehne viele Anfragen ab. Und gezielte Aquise für Influencer Marketing habe ich bisher noch nicht viel gemacht. Dennoch halte ich diese Form von Marketing als ein geeignetes Instrument, sich mit Werbepartnern zu verbünden, die man gut findet, mit denen man sich authentisch identifizieren kann und die auch gutes Geld dafür bezahlen. Diejenigen, die nur ein paar Euro bezahlen möchten, kann man gerne ablehnen. Ich für meinen Part werde, sofern einmal ein Blog gesponsert wird, dies deutlich erkennbar machen.

Aber um das geht es mir nicht hauptsächlich in diesem Blog-Beitrag. Mir geht es bei der Einflussnahme im großen Stil auch um die Börse. Wenn im großen Stil Einfluss genommen wird, duch Social Robots – und irgendjemand steckt ja immer dahinter als Einfluss-Nehmer – beispielsweise, kann dies auch auf die Börse nehmen.

Doch ich sehe das auch wieder als einen Hinweis darauf, wie fragil wir Menschen sind in Bezug auf unsere Selbstbestimmung. Und als Aufforderung, hier einfach wieder mehr auf unseren eigenen Instinkt zu achten. Und durchaus auf die Quellen, die Informationen herausgeben. Und dabei unterschiedliche Quellen anzapfen. Gerade wenn es um Geld geht und um Geldanlage, wird zukünftig zwar verstärkt stark Einfluss genommen durch sogenannte FinTechs, ich gehe aber davon aus, dass gerade im Vertrauens-Bereich von Geldanlage gerade auch die nachfolgende Generation, auf die die FinTechs gezielt gerichtet sind, nicht auf persönliche Beratung, gut gemeinte Information und gute Hinweise verzichten kann.

Natürlich werden das Social Robots nicht machen. Die Gefahr der zunehmenden Manipulation und Radikalisierung besteht ohnehin. Aber dies ist zugleich eine Chance: endlich wieder in offenen Dialog zu treten und für Toleranz und Diskussion IN ECHTZEIT & REALITÄT zu gehen.


Ich mache ein Beispiel anhand meiner eigenen Einflussnahme im Bereich der Finanzen, meinem bisherigen langjährigen Berufsfeld (das allerdings Aktien nicht umfasste): ich habe bei einem der vielen FinTech-Unternehmen ein paar virtuelle Depots eröffnet. Zunächst auch, um damit Geld zu verdienen, weil man sie ja teilweise auch als Geldanlage kaufen kann – jedoch war dies ein gut gedachter Gedanke, der allerdings nicht wirklich realistisch verlief, weil hier  nur die besten Depots nach vorne kommen im Ranking und damit in ihrer Sichtbarkeit. Aber sie sind auch Bestandteil meines Satellite-Core-Modells, wo ich innovative Einkommensmöglichkeiten aufzeige. Und auf Realisierbarkeit hin auch selbst ausprobiere.

Zurückkommend auf die Einflussnahme auf die Börse durch Social Robots: wichtig erscheint mir, das eigenen Denk- und Empfindungsvermögen ständig zu trainieren, Stillstand nicht zuzulassen und sozusagen ständiges Innovations-Training zu betreiben. Dies ist bekanntermaßen bester Schutz, um auch flexibel im Gehirn und somit am besten geschützt zu sein vor allzuviel (gefährlicher) Einflussnahme. Und dies geht einfach, und muss kein kompliziertes Programm sein.

Ein einfaches Mittel ist Bewegung. Ein weiteres Mittel wäre, sich jeden Tag in irgendeiner Weise mit Gegenständen, und sei es nur gedanklich, zu beschäftigen, die man verändern könnte zu etwas Neuem und Besseren – dieses wird auch Upcycling genannt. Und sich immer wieder von PC und Smartphone zu verabschieden, ein paar Schritte zu tun, oder auch einfach nur Pause zu machen. Dies sind einfache Methoden, unser Gehirn anzuregen, neue Gehirnzellen zu bilden. Auch Neurogenese genannt.

Ich zeige ein Beispiel aus meinen Finanz-Depots, wie sich Emotionen alleine auf die Börse auswirken. Schon immer. Ein ganz aktuelles Beispiel ist die US-Wahl. Da ich lange routiniert bin und mich noch nie den Mainstream-Informationen hingegeben habe, wusste ich, nach der Wahl von Donald Trump wird es erst einmal mit der Börse nach unten gehen. Das tat es auch. In dem Zeitpunkt zu investieren, nutzt den Zeitpunkt der niedrigen Preise. Und seitdem geht es laufend nach oben – während die nachhaltigen Aktien teilweise das Nachsehen hatten, aber teilweise auch stark anstiegen seitdem – siehe meine anderen Depots.

Das alles hat nichts mit Einflussnahme durch Social Robots zu tun. Diese könnten jedoch unsere Emotionen und damit unsere vor allem auf schnellen Impuls ansprechbare Handlungen beeinflussen. Das will ich damit zeigen – da Börse EMOTION pur ist (und natürlich auch vieles Anderes), kann genau auf DIESES EMOTIONS-GEFÄLLE Einfluss genommen werden. Und Social Robots tun dies dann in Massen und erreichen damit auch Massen-Handlung.

Insoweit bleibt es immer wichtiger

  • gesunden Menschenverstand und Intuition zu schulen oder zu bewahren
  • Digital Detox in den Alltag einzubauen (also die Enthaltsamkeit von Digitalen Medien)
  • eine strategische Resilienz als Training, alltagstauglich, ins Unternehmen und ins Privatleben zu integrieren
  • Flexibilität und Schelligkeit zu trainieren – dies geht auch durch Einlegen von Pausen in Abwechslung mit Aktion
  • Flexibilität wird schon alleine dadurch trainiert, indem man nacheinander unterschiedliche Dinge macht, die unterschiedliche Bereiche unserer Fähigkeiten trainieren (und damit unser Gehirn unterschiedlich vernetzen) – Beispiel könnte sein: Sport oder überhaupt Bewegung, dann Kopfarbeit/Denken, dann etwas Kreatives (kann auch Kochen, Backen, Malen, Fotografieren usw. sein), dann Pause – allein wenn diese Bereiche regelmäßig und vor allem nacheinander, nicht gleichzeitig und parallel (da Multitasking nicht wirklich funktioniert) genutzt werden, werden unsere Hirnareale unterschiedlich angeregt und zur Neubildung von Gehirnzellen (Neurone) angeregt = die sogenannte Neurogenese. Diese Vernetzung macht fitter und erhöht die Leitgeschwindigkeit im Gehirn, macht also schneller. Allein dies systematisch und strategisch anzuwenden, vor allem in Unternehmen, fördert die Resilienz (= strategische Resilienz).
  • Natur als das beste Mittel für Intelligenztraining zu nutzen (z.B. Licht & Grünflächen als natürliches Doping) – im Winter eine Tageslichtlampe nutzen oder in Unternehmen und Schulen entsprechende Beleuchtung installieren, die dem Tageslicht ähnlich ist (gibt es bei Top-Herstellern).
  • Unsicherheiten bewältigen lernen – nichts im Leben ist wirklich sicher. Aber Unsicherheiten müssen bewältigt werden und der Umgang damit gelernt

Ich gehe deshalb nicht, wie viele andere Zukunftsforscher, davon aus, dass es irgendwann keine Finanzberater mehr geben wird – ich gehe davon aus, dass gute und wirklich ehrliche Banken & Finanzdienstleister den Vertrauenspart zurückgewinnen und neu erobern werden, und die dies ehrlich beweisen und die dem reinen FinTech-Banking etwas gegenhalten können oder auch teilweise mit diesen kooperieren. Allerdings werden hier noch einige Banken und Finanzdienstleister vom Markt verschwinden – oder zumindest verringert werden, auch davon gehe ich aus. Aber solche Banken werden gewinnen, die es schaffen, durch Ehrlichkeit und Kunden-Verantwortung zu punkten. Und die den Part der Social Robots übernehmen – aber im Positiven: durch Vertrauen anstatt Manipulation.

Und die Börse lebendig und „greifbar“ machen – indem sie Menschen zeigen, dass nicht alles schlecht ist an Aktien und dass es gute, auch nachhaltige Alternativen gibt. Und dass es zukünftig ohne Aktien gar nicht mehr gehen wird im Bereich der Geldanlagen.


Bildnachweis: Titelbild Laptop FOTOLIA

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