Sei Du selbst der Wandel

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Ich mache es heute einmal ganz kurz: viele fragen sich momentan bestimmt sehr häufig, was mit dieser Welt los ist. Und zurecht machen sich viele Menschen auch Sorgen, wie das weitergehen soll mit all diesen scheinbar schwierigen Situationen und Fragestellungen. Überall wohin man schaut, scheint es nur noch drunter und drüber zu gehen.
Ohne heute groß wissenschaftlich fundiert vorzugehen, hier meine persönliche Meinung: JEDER und JEDE kann etwas dazu beitragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wer bei sich selbst anfängt, gestaltet sich selbst, damit die Familie, damit die weitere Umgebung Gesellschaft, Wirtschaft und in aller letzter Konsequenz die Natur und die Erde usw. – das kommt vom Gehirnforscher Gerald Hüther und ist auch logisch.
Doch was können wir tun, auch angesichts der zunehmenden scheinbaren Bedrohung von Außen? Selbst-Liebe ist der Anfang. Denn dann wählen wir auch nur noch diejenigen, die wirklich Empathie und Liebe verteilen können anstatt den eigenen Selbst-Hass, verkleidet in eine Maske der Liebe.


Wir können also alle etwas tun. Denn die allererste Konsequenz bedeutet, erst einmal sich selbst zu stellen: den eigenen Schwächen, Wunden, Verletzungen, Schattenseiten – erst dann können wir uns wieder zurücklehnen. Anstatt nur im Außen nach Feindbildern zu suchen und diese dann zu bekämpfen, sollten wir erst einmal den Feind in uns selbst entlarven. Das ist nicht nur meine eigene Meinung, sondern ist das Credo vieler weiser Männer und Frauen, die sich mit diesem Thema langjährig beschäftigten.
Und noch etwas: Sophie Scholl, die Widerstandskämpferin, hat einmal gesagt, dass es nicht die edlen Menschen oder Helden braucht, um Unrecht zu bekämpfen. Es brauche die ganz normalen Menschen, die sich einfach nur ihrem eigenen Mensch-Sein stellen. Der Umkehrschluss für mich stellt sich daher folgendermaßen dar: jeder und jede muss sich selbst persönlich weiterentwickeln, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Es genügt nicht, sich einfach zurückzulehnen, und Anderen bei der Arbeit zuzuschauen – „Sei Du selbst der Wandel“ sollte einfach bei jedem am morgendlichen Spiegel im Badezimmer hängen.
In diesem Sinne sage ich auch noch etwas: ich sehe mich weder als Weltverbesserin oder Heldin oder sonst was – ich mache einfach nur meinen Job und das, was ich finde, was getan werden muss. Und ich habe zu jeder Zeit gewusst, für mich selbst zu sorgen und mich auch zu schützen.
Wenn die Zeit für diesen Blog oder etwas Anderes vorbei ist, dann kommt wieder etwas Neues. Aus der Geschichte der Menschheit habe ich gelernt, dass Heldentum eine Illusion und meistens auch Selbstzerstörung war. Da das noch nie mein Ding war, will ich das hier nur mal wieder als Impuls einbringen: wenn nicht viele sich selbst verändern und anstatt dessen immer nur darauf warten, dass Andere es tun, wird die Welt das werden oder bleiben, was sie aktuell zu werden droht: ein Ort der (Selbst)Zerstörung, des Chaos und der Grausamkeit. Ich werde daran nicht teilhaben und mich zu gegebener Zeit zurückzuziehen wissen. Denn nur viele verändern die Welt. Und dazu ist jeder Einzelne gefragt – und herauszutreten aus der Komfortzone.


Bildnachweis: Photographic „House“ und Titelseite by ©Sabine Hauswirth, Twitterfeeds by Twitter, Kate-Perry-Song by YouTube/VEVO

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