Finanzen, Aktien, Geld

on

Geld ist wichtig. Da kann man denken, wie man will. Und Geld hat auch eine Funktion: man kann damit zweierlei Dinge bewirken – zum Einen etwas Gutes, zum Anderen etwas Schlechtes. Ganz einfach mal heruntergebrochen auf eine reduzierte Aussage. Um gut leben oder überleben zu können, ist Einkommen wichtig. Und: wer Geld auf der Seite hat, das Wissen, wie man Geld anlegt.

Ich nutze meine langjährigige Expertise im Finanzbereich, in dem ich bis 2013 als unabhängige Finanzexpertin arbeitete, nun in anderer Weise. Die in den letzten 3 Jahren entstandenen Entwicklungen für eine zukunftsgerichtete Altersvorsorge gehen in eine vollkommen andere Denk- und Sichtweise als die bisher üblichen Definitionen und Sichtweisen zu Altersvorsorge und ich nutze dazu das Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Und mein heutiger Blog-Beitrag geht auf die dauerhafte Situation am Geldmarkt ein: wenn es nun schon mal keinerlei Zins mehr gibt für Tages- oder Festgeld, so ist das nun die Chance für all diejenigen, die sich bisher nicht an Aktien wagten, sich doch einmal damit auseinanderzusetzen, anstatt Geld unters Kopfkissen zu legen oder auf dem Girokonto vor sich hin schlummern zu lassen.

Trauen Sie sich, schauen Sie hin, informieren Sie sich, fragen Sie den (guten) Bank-Menschen Ihrer Wahl nach guten Tipps. Aber wagen Sie sich an Aktien.

So habe ich für diesen Bereich eine Art von Info- oder Transparenz-Bereich geschaffen,beispielsweise mit meinen Wikifolios (siehe Ausführungen weiter unten unter „Meine Transparenz-Portfolios“). Sie sind zwar auch als Geldanlage gedacht, aber ich nutze sie vor allem als Beispiel für das von mir entwickelte Einkommens- und Geschäftsmodell „Satellite-Core“ . So sind meine Wikifolios vor allem ein Anschauungsbeispiel und Ermunterung, sich dem Thema Aktien zu stellen. Warum?

Weil die Inflation und die Niedrigzins-Politik das vorhandene Geld dahinschmelzen lässt. Ganz einfach.


Und – weil das Rentensystem so, wie wir es bisher gewohnt sind, nicht mehr funktionieren kann. Was bedeutet, dass wir uns neue Strategien überlegen müssen: neben längerem Arbeiten ist es vor allem ein anderer Umgang mit Geld: gegebenenfalls Reduktion von Standards, aber vor allem Geld nicht unters Kopfkissen zu legen.

Ich bin schon lange Aktien-Fan. Daher habe ich die Scheu vor dem Thema längst gebannt. Doch ich will Sie ermuntern, wo Sie vielleicht noch nicht sich an das Thema heranwagen, sich zu stellen. Wovon ich kein Fan bin: vom Zocken, von Gier und von tausenden von undurchschaubaren künstlichen Finanzprodukten. Aktien sind nicht künstlich, sondern stellen eine echte Beteiligung am jeweiligen Unternehmen dar. Und dass man nicht nur Shareholder Value, sondern auch Stakeholder Value kreieren kann und sollte, hat bereits Klaus Schwab, der Gründer des World Economic Forums,  mit seinem „multistakeholder concept“ gefordert. Und das gibt es auch. Ich persönlich gehe sogar noch weiter. In dem Ausmaß, in dem das Modell Hans Felbers mit dessen Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie noch mehr Unternehmen als bisher erfasst, wird es neben Shareholder Value verstärkt Stakeholder Value geben. Doch um das geht es hier in diesem Blog-Beitrag nicht. Hier geht es um das Interesse an Aktien und dieses zu verstärken. Und um die eigene Zukunft und Rente zu gestalten.

Und dabei gebe ich immer noch einen Tipp oben drauf: genug ist genug – für mich heißt das, mit einem guten Maß an das Thema heranzugehen – also ohne Gier und dabei auch zu schauen, in was man investiert. Es gibt viele gute Unternehmen, die entweder nachhaltig arbeiten oder die wirklich etwas Gutes produzieren oder etwas Innovatives, das der Zukunft dient, in ihrem Geschäftsmodell haben. Man kann also durchaus auch mit Geldanlage etwas unterstützen. Wobei man nicht naiv sein muss – man wird nie hinter alles schauen können, dafür ist das Thema zu komplex, denn Aktiengesellschaften müssen nun einmal an das Bedienen der sogenannten Shareholder denken. Dennoch: es ist möglich, hinzuschauen, in welches Unternehmen man sein Geld gibt. Und man kann selbst dafür sorgen, dass Geld nicht das eigene Leben dominiert.

Wer mehr zu dem Thema lesen mag, kann sich auch über den Natur-Aktien-Index (NAI) in das Thema einlesen und über die dort befindlichen Unternehmen an das Thema herantasten.

IMG_2040 - (C) Sabine Hauswirth Germany

Um im NAI gelistet zu sein, müssen Unternehmen bestimmte Mindestanforderungen erfüllen :

Oder über EcoReporter gibt es auch immer wieder gute Infos. Hier ein aktueller Tweet über Twitter

img_1986_rev_-sabine-hauswirth-germany

Und ich ermuntere zum Pareto-Prinzip: wer noch Scheu hat, sein Geld in Aktien anzulegen, kann gemäß dem Pareto-Prinzip einfach nur 20 % des vorhandenen Geldes anlegen, die restlichen 80 % einfach so wie gewohnt anzulegen. Um kein großes Risiko einzugehen.

Mein innovativer Tipp hier an Banken ist (Finanzdienstleister sind hier nicht betroffen, denn die dürfen ja schon per Gesetz keine Aktien verkaufen oder darin beraten – ich auch nicht in meiner beruflichen Vergangenheit, daher verkaufte ich Investmentfonds, die auch eine gute Alternative sind):

  • bieten Sie Kurse in Aktien-Anlage an – und lassen Sie so Ihre bisher eher aktien-scheuen Kunden an das Thema nähern
  • schauen Sie auch, dass Sie nachhaltige Aktien vorstellen – das Thema Nachhaltigkeit ist wichtig, bietet zusätzlich auch Rendite-Potenzial
  • holen Sie Ihre Kunden ab beim Thema „German Angst“ – es ist längst an der Zeit, hier ranzugehen und eine neue Form der Sicherheit zu bieten.

Meine Transparenz-Portfolios, um einfach mal nachzuschauen, was passiert, auch wenn man sich mal gar nicht um das Thema Trading kümmert (bei meinen Wikifolios ist das tatsächlich sporadisch und dennoch brennt nicht wirklich etwas an – und wenn ich, so wie viele der Trader, den ganzen Tag dransitzen würde, dann würde das tatsächlich ganz anders ausschauen). Dennoch – ich zeige das so oder so transparent. Weil mit solchen Portfolios auch geübt werden kann – weil man jede der Trades in Echtzeit geliefert bekommt und auch Gewinn und Verlust, den man macht. Bevor man sich allerdings ans Aktien-Kaufen und Traden macht, muss man wissen, dass man dafür Zeit braucht – man kann nicht mal einfach nebenbei ein paar Trades machen. Dass es zwar auch funktionieren kann, indem man die Käufe dann einfach eine Zeit lang „laufen“ lässt, zeige ich mit meinem Wikifolio GLOBAL – hier trade ich nicht aktiv, sondern lasse wie ein Portfolio-Manager einfach die Aktien unter gewissen Vorgaben laufen. Verkaufe dann aber, wenn das entweder eingestellte Limit erreicht wird, um Verluste zu vermeiden – oder aber, wenn ich der Meinung bin, dass es jetzt an der Zeit ist, die Gewinne zu sichern. Bei den Wikifolios DEFENSIVE und ACTIVE trade ich immer wieder aktiv – diese Portfolios sind gedacht als eine meiner „Satelliten“ im Rahmen meines Satellite-Core-Modells. Sie funktionieren aber dafür nicht wirklich – deshalb habe ich sie als Einnahmequelle zurückgestellt, da viel zu viel Zeit dafür aufgewandt werden muss und daher für mein Modell, das auch als Modell für Andere dienen soll, nicht wirklich geeignet ist. Nichtsdestotrotz ist es ein Übungsplatz für Aktien-Trades. Hier also zu den besprochenen Portfolios von mir.

  • Wikofolios
  • Trading Masters (aktuell laufender Wettbewerb)

Mein Finanzcoaching-Tipp:

  • Trauen Sie sich, nähern Sie sich dem Thema „Aktien“ – und wenn dann, so wie in meinem Lieblingsthema „Nachhaltigkeit“ bei Aktien, auch noch Rendite erwächst – umso besser. Und folgen Sie auch hier nicht nur Ihrem Gefühl und auch nicht den vielen Aktien-Chakka-Gurus in den Medien, die sich einen Namen gemacht haben, aber deren Wissen in keinerlei Weise in Transparenz-Portfolios nachvollzogen werden kann. Denn mit Aktien umzugehen, hat nichts mit Bekanntheit zu tun, sondern mit Disziplin, Mut und Durchhaltevermögen.
  • Folgen Sie lieber den Leuten, die weder Chakka noch Mainstream folgen. Und am besten folgen Sie sich selbst.
  • Stellen Sie sich dem Thema Reichtum – (innerer) Reichtum hat etwas mit Fülle und Vertrauen zu tun anstatt mit Angst und Hetze oder Mangel-Bewusstsein. Gier hat seine Grundlage in dem ständigen Mangel-Bewusstsein. Und das Gefühl, genug zu haben anstatt immer mehr haben zu müssen zu Lasten Anderer – das ist Reichtum pur.

Für eine Zukunft, die Geld ins richtige Licht rückt – aber Geld nicht verdammt oder gänzlich dem Untergang weiht. Sondern einen guten Umgang damit ermöglicht – und eine gute Zukunft.

Meine Buchtipps im Bereich Geldanlage durch Aktien:


Fotonachweise: Titelbild Fotolia_31168267; Blumenwiese, Sich stellen/Fahrrad als Symbol/Pareto (C) Sabine Hauswirth

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.