Geschäfts-Modelle von heute

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Können wir noch Geschäftsmodelle gestalten in schneller sich verändernden Zeiten und stetigen Veränderungsprozessen? Meine Behauptung ist: schwierig und nur dann, wenn sie wirklich disruptiv sind. Wir werden immer mehr adaptiv-situativ, das heißt aus der Situation heraus sich anpassend, unsere Geschäftsmodelle verändern müssen. Strategien werden zunehmend nachgelagert nach den adaptiv-situativen Anpassungsprozessen erfolgen müssen.

Dabei habe ich auch bei meinem Satellite-Core-Modell einige Revisionen nach 2 Jahren gemacht: was vor allem ein wesentlicher Punkt ist, sind die strenge Prüfung der Outsourcing-Anbieter – insoweit wurde ein Risikomanagement-Prozess als Bestandteil des Modells eingeführt. Außerdem wurde wie bisher auch, aber nun zwingend, das Grundeinkommen als fester Bestandteil des Modells eingeführt. Da das Modell von Potenzialentfaltung lebt und daraus Einkommen und langfristig auch Rente schaffen soll, musste hier ein weiterer Realitäts- und Sicherheitsfaktor eingebaut werden: bisher war bereits im Fokus-Satelliten das feste Einkommen aus Selbständigkeit oder Angestellten-Verhältnis vorgesehen. Aufgrund dessen, dass sich immer mehr Branchen und Berufe insbesondere schneller ändern werden, wurde nun, um nicht falsche Vorstellungen oder gar Illusionen zu wecken, das Grundeinkommen als fester Einkommensbestandteil des Modells hinzugenommen. Da es sich um ein Modell, das Potenzialentfaltung nutzt, handelt und um kein typisches Geschäftsmodell, z.B. für Konsumgüterverkauf oder Verkauf des täglichen Lebens, wurde hier eine realistische Zusatzschiene mit eingebaut.

Aber immer wesentlicher wird werden, dass wir wissen, wie Innovation entsteht, nämlich im Adaptiv-Unbewussten und Strategie im logischen System, also dem Verstand. Wenn wir diese Reihenfolge zukünftig richtig befolgen, werden wir die Anpassungsprozesse, die Industrie 4.0 uns abverlangt, hinkriegen.

Wenn wir weiterhin alles ausschließlich in der verkehrten Reihenfolge machen oder fast ausschließlich sogar nur wie bisher meistens üblich über den Verstand, also über die Ratio und Strategie, werden wir verlieren.

Denn Schnelligkeit und Effizienz erlangen wir nur über das Adaptiv-Situative, das danach dann die Strategie erst einsetzt. Um dies zu bewerkstelligen, müssen wir entsprechende Trainings in Unternehmen installieren – das heißt, Trainings, die genau diese Skills Innovation sowie Kreativität trainieren. Und zwar als fortlaufender Prozess und als laufender Veränderungs- und Innovations-Motor. Ich nenne das den Corporate Think Tank, der die Innovation erzeugt. Mit diesem Innovationsfaktor sowie der entsprechenden Umsetzungsgeschwindigkeit wird zukünftiges Wachstum erzeugt werden.

Die bisherigen Systeme werden nur noch bedingt funktionieren. Also viel Konzept, viel Strategie – das benötigt viel zu viel Zeit. Wenn aber die Innovation aus dem Unternehmen heraus trainiert und laufend erzeugt wird, kann auch viel eher mal etwas ausprobiert werden, anstatt zuerst eine Riesen-Strategie dafür zu entwickeln, die dann vielleicht greift oder auch nicht, wenn der Wettbewerber mit seiner Hase-Igel-Strategie schon wieder längst am Ziel angelangt und den Strategen überholt hat. Ansonsten bleiben wir auf einer Insel und weit abgehängt von allen Anderen.

meditation alone with a (illustration of a fictional situation, in the form collage of photos)

Insoweit benötigen wir eine neue Sichtweise, Perspektiven-Wechsel sowie neues Denken: Innovation, Flexibilität und Geschwindigkeit (IFG) werden trainiert werden und Innovation laufend erfolgen müssen und nicht mehr ausschließlich durch externe Beratungsunternehmen oder Think Tanks angeraten werden. Dafür ist die Zeit im Zeitalter von Industrie 4.0 zu rasend schnell geworden.

Die Rahmenbedingungen für dieses IFG-Training dürfen aber nicht die Rahmenbedingungen des oft üblichen Dauer-Funktionierens in einer Höher-Weiter-Schneller-Kultur geschehen, sondern sie kann nur funktionieren, wenn die Voraussetzungen für ganzheitliches und nachhaltiges Lernen wieder erkannt und im Unternehmen (und im Schulsystem sowieso) integriert werden: dafür gehören Pausen, Entschleunigen, Lernen und Trainieren mit allen Sinnen, damit auch das ‚Fühlen‘ wieder gelernt wird. Dieses Training wird über Vielfalt-Training am ehesten machbar werden – und dazu gehört letztendlich auch eine Unternehmenskultur, in der dann auch endlich einmal wirklich Diversity gelebt wird: dass Frauen paritätisch eingestellt werden.

Denn ausschließlich über gelebte Vielfalt im Innen wie Außen wird ein Unternehmen eine ganzheitlich-nachhaltige (Weiterbildungs-)Kultur und somit auch Lernen und Training machbar sein. Denn durch Be-Greifen und Lernen über alle Sinne wird Lernen und Mensch-Sein im ganzheitlichen Sinne machbar und die Chance, Industrie 4.0 im Einklang mit Künstlicher Intelligenz als Mensch auch zu schaffen


Bildnachweis: Sabine Hauswirth; Fotolia_84819891 (Insel)

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