Kreativität

Wie verstehst Du selbst Kreativität? Mit diesem Artikel möchte ich Euch heute wieder einmal anregen, das Thema Kreativität als etwas ganz Normales oder Selbstverständliches anzusehen. Viel zu lange wurden Menschen, die kreativ sind, dazu aufgefordert, sie müssten sich ‚entscheiden‘: entweder für ein Leben als Künstler oder eben gar nicht.

Doch da hat sich Einiges geändert und das ist gut so. Dass wir Menschen aber von Geburt an vielfältig sind, können wir uns endlich zugestehen. Manche sind Jurist von Beruf und im Hobby Leistungs-Sportler, manche sind Grafikdesigner und im Hobby Ökonom par Excellence oder was auch immer. Wenn wir näher hinschauen, entdecken wir die Vielseitigkeit in den Menschen.

Im Prinzip hat jeder Mensch Kreativität in sich. Die einzige Frage ist der Zugang dazu und wie man ihn wecken kann. Auch hier sage ich wieder: ohne Anfangen keine Übung, ohne Übung kein Besserwerden. Mit Perfektionismus keine Chance für einen Anfang, denn nur das Tun und das Überwinden zum Tun ermöglichen ein Weitergehen.

Ich ermuntere Euch also wieder einmal, einfach anzufangen. Es muss auch gar nicht im Sinne meines Satellite-Core-Modells sein, das bestenfalls dieses Potenzial dann auch zu Einkommen macht. Denn auch hier gilt: wer das ausschließlich zur Gewinnung von Einkommen macht, wird vielleicht so manche Enttäuschung erleben.

Doch wer sich seinem Potenzial, ob das jetzt Kreativität ist oder etwas Anderes, macht aber vor allem Eines:

  • Du tust etwas für die gute Laune und für Erfolgserlebnisse
  • Du schaffst einen Ausgleich zu Deiner Hauptbeschäftigung
  • Du hast die Möglichkeit mit zunehmendem Besserwerden und zunehmender Übung, dann doch vielleicht ein Einkommen zu erzielen
  • Du bildest Dich einem der wesentlichen Zukunfts-Skills aus: laut World Economic Forum ist eine der wichtigsten Skills von Mitarbeitern Kreativität – neben kritischem Denken, People Management und dem Lösen komplexer Aufgabenstellungen. Also hier geht es nicht nur um Liebhaberei oder reines Hobby-Prinzip: es kann sein, dass Du Kreativität als Skill einmal dringend brauchst
  • Du hast etwas vorzuzeigen, wenn Du Dich einmal auf einen neuen Job bewirbst, der vielleicht genau diese Skills benötigt und dazu auch etwas sehen mag: gerade wer Job-Wechsel plant in einen anderen Bereich, kann ja mit dem aktuellen Fokus-Satelliten (so nenne ich die Hauptbeschäftigung, aus der das Einkommen für das Notwendige/Lebensunterhalt/Existenzsicherung erzielt wird) dann nicht so viel zeigen. So gibt es eben die Neben-Satelliten (so nenne ich die zusätzlich trainierten und ausgebauten Potenziale), die man dann auch herzeigen kann. Idealerweise auch eine Entwicklung: denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und wer die Arbeit von Beginn des Potenzialtrainings bis zum aktuellen Zeitpunkt aufzeigt, kann die Übung, das Dranbleiben, das Durchhaltevermögen und die zunehmende Qualität zeigen
  • Du machst etwas ganz eigenes, etwas, das ganz aus Dir selbst heraus entsteht – dies schafft Dir Zufriedenheit, vielleicht auch und gerade dann, wenn man aktuell in einem Fokus-Satelliten arbeitet, den man nicht mehr so sehr gerne mag, den man aber einfach braucht, um finanziell existieren zu können. Hier bringe ich auch mal wieder mein ‚Zukunft Gestalten – Design Yourself‘-Konzept aus ökonomischer Sicht. Da wir alle keine Traumtänzer und Traumtänzerinnen sein wollen und sein sollten, ist mir immer auch der Realitätsbezug zu Potenzialentwicklung wichtig. ‚Folge dem Ruf Deines Herzens‘, aber gehe sinnvoll vor. Es kommt zwar oft sowieso irgendetwas aus dem Leben selbst, mit dem man nicht rechnen kann, doch das ist normal. Aber um das eigene Potenzial zu entwickeln, und auch in die Realitäts-Schiene zu bringen, kann man sich mal dieses Schaubild anschauen. So kann man Traum/Vision mit Realität verbinden und hat dann auch gleich ein viel besseres Gefühl, wenn es um weitergehende Entscheidungen geht.
  • Und noch etwas ganz Wichtiges: der Tag hat nur 24 Stunden. Ich schreibe in diesem Blog ganz ausdrücklich von ‚Lifetime Design‘ und ich habe in der Zeit, als ich noch unabhängige Finanzberaterin war, extra eine Art von Altersvorsorge-Schema entwickelt, das ausdrücklich auf die Lebensphasen eingeht – und so halte es auch mit Deiner Persönlichkeits- und Potenzialentfaltung: der Tag hat nur 24 Stunden und jede einzelne Lebensphase hat ihre Aufgaben,  Herausforderungen und Chancen – und begrenzte Zeit. Alles geht halt nicht und muss auch nicht. Glaube ja nicht, dass ich beispielsweise früher als Mutter, als meine Kinder klein waren, die Zeit für all das hatte, was ich in den letzten 4 Jahren aufgebaut habe. Also habe Geduld und sieh Dein Leben als ‚Lifelong Work Projekt‘.  Halte Dich fit und tu Dein Bestes.

Also bleib dran – übe Dich, auch wenn es nur stundenweise ist, in Deiner Kreativität oder in etwas, was Dir ansonsten Spaß macht oder wozu Dein Herz Dich ruft.

Wichtig ist mir auch noch Folgendes – Kreativität und auch alles andere ist nichts Anderes als Arbeit. Es ist genauso wie andere Beschäftigungen erlernbar und nur verbesserbar, wenn man laufend dran bleibt. Kreativität kann vielfältig sein: Kochen, Backen, Singen, Tanzen, Malen, Fotografieren, Nähen, Handwerken und so vieles, was mir jetzt gerade nicht einfällt. Und dann nicht auf Erleuchtung oder den besten Tag im Leben warten: sondern anfangen.

Wichtig erscheint mir außerdem, dass man nicht gleich seinen Job aufgeben muss, um ‚das eigene Ding‘ zu machen. Das kann auch ganz schön in die Hosen gehen und muss auch nicht sein. Richtig organisiert und strukturiert in der Zeiteinteilung, kann man auch nebenbei beginnen.  Anfangen kann man mal mit dem Ausschalten des Fernsehers. Denn so viele Leute sagen, sie haben keine Zeit.

Wer genau hinschaut, sieht mehr – dass da auf einmal wieder viel mehr Zeit für Anderes übrig ist.


Bildnachweis: Photographics von Sabine Hauswirth, Germany ǀ Art: Saatchi Art Gallery Fotolizenzen: EyeEm Getty Images Shutterstock Adobe Stock / Fotolia    Interaktiver Adventskalender Gratis  Kalender 2018

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