Pause

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Pause oder Reduktion – wie auch immer wir es nennen wollen. Ohne Pausen werden wir als Mensch nicht Mensch bleiben. Ohne Reduktion und einem Innehalten werden wir zunehmend Spielball von Konsum, Medien und Fehleinschätzungen.

Das Leben selbst ist das Abwechseln von Tun und Nichts-Tun. Wenn wir also dem Naturlauf folgen, in dem es wachstumsgerecht unterschiedliche Phasen gibt, dann kommen wir wieder darauf zurück: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Alle Jahreszeiten haben eines gemeinsam – es geschieht immer etwas, selbst wenn es so aussieht, als ob beispielsweise im Winter nichts geschieht. Diese unterschiedlichen Phasen haben Pausen, Wachstum, Speichern von Energie und vieles als vorgegebene Aufgaben. Nur wir Menschen haben das vergessen: Pausen werden als Faulheit angesehen, Arbeit und das am besten immer ist opportun und angesehen. Bis der Mensch dann nicht mehr „funktioniert“, weil er nur noch funktionierte im Hamsterrad der Dauer-Tretmühle.

Pausen ergeben einen Sinn, wenn sie in Abwechslung mit dem Tun stehen. Dann entspannen wir, sind achtsam, schulen unsere Wahrnehmung und können so bessere Einfälle haben, besser das tun, was wir uns vorgenommen haben und vieles mehr. Wir schulen unsere visuelle Wahrnehmung und erkennen immer mehr, dass Bilder immer nur das sind, was wir ihnen an Bedeutung beimessen. Bilder werden dann auch einmal nicht mehr den Eindruck hinterlassen, den sie in unserer Konsum-Welt und Marketing- und Manipulations-Welt oft ganz gezielt hinterlassen sollen. Wenn wir der Bilder-Welt diesen Einfluss nicht mehr lassen, weil wir wieder mehr in die Natur gehen und uns der virtuellen Schein-Welt entziehen, merken wir, dass diese virtuelle Welt keinen großen Einfluss mehr auf uns hat.

Wenn wir den Lauf der Natur beachten, dann sehen wir den Zyklus von Geboren-Werden, Wachstum und Ende/Tod als einen vollkommen normalen und natürlichen Lebenszyklus an. Wir haben aber leider vergessen, dass wir nicht dauerhaft schön, jung, alterslos und dauer-fit sein können. Doch Pausen und Innehalten könnte uns darauf bringen, dass wir mehr Lebensqualität haben, wenn wir im Moment sind, wenn wir achtsam mit dem, was jetzt gerade geschieht, sind.

So wie die Amseln, die als Vater und Mutter ihre Kinder gemeinsam groß ziehen, einen Zyklus beachten, so könnten wir Menschen auch wieder das in unser Leben einbauen, das sich Pause und Innehalten nennt. Dauer-Funktionieren wird Lebenslanges Lernen und Arbeiten nicht ermöglichen, sondern uns zu Wracks und zu manipulierbaren Maschinen machen. Das wäre dann alles Andere als Lebensqualität. Das wäre ein roboter-ähnliches Dasein: ohne Emotion und Empathie.

Doch das muss nicht sein, wenn wir herunterfahren – für mehr Lebensqualität: den PC, das Smartphone, die Sozialen Medien, die Dauer-Geschwindigkeit, das Dauer-Online sein und so vieles mehr. Was fällt Dir dazu ein, was Du herunterfahren könntest, um mehr Lebensqualität zu erfahren?


Fotonachweis: Amseln/Sabine Hauswirth; junge Frauen mit Smartphones Fotolia_93557196; PhotoGraphic/Sabine Hauswirth

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