Rente – aber sicher! (editiert)

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Ich schreibe schon seit einigen Jahren, wie zukünftige Generationen Einkommen schaffen können. Selbstverständlich habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, habe keine Kristallkugel und weiß schon gleich gar nicht, wie die Zukunft verläuft. Der Trend scheint aber absehbar: viele der gewohnten Lebensstandards werden für viele Menschen nicht mehr haltbar sein , da insbesondere Wohnen sehr teuer geworden ist.  Die Top-Standorte von Immobilien werden ihre Preisentwicklung weiter nach oben steigen lassen können. Andere werden dagegen an Wert verlieren, so heißt es zumindest aus den Immobilienreporten der Immobilienbewerter. Einkommen steigen aber nicht mehr in dem Ausmaß, um ständig steigende (Wohn)Kosten aufzufangen. Zugleich werden Arbeitsverhältnisse zunehmend flexibler gestaltet und nicht mehr so berechenbar wie noch vor Jahren. Befristung von Arbeitsverhältnissen, Leiharbeit und vieles mehr sind mittlerweile in der Arbeitswelt Standard. Lebensplanung und damit Ökonomie-Planung sind dadurch auch mehr flexiblem Handeln und Reagieren unterworfen. Deshalb schreibe ich immer wieder von „Reduktion“, was bei mir aber mehrere Unterteilungen hat, was die Definition betrifft. Und es geht alles Andere als um „Klein Denken“ oder gar „Armut“ oder sonst etwas Negatives. Nein – es geht lediglich um Umdenken und Zukunft neu denken. Und dabei GROSS DENKEN. Aber allein das reicht nicht aus – es benötigt die Rahmenbedingungen und die Grundlagen, dass groß gedacht werden kann. In Rahmenbedingungen sozialer Schieflage wird das nicht funktionieren.

Reduktion kurz ausgedrückt ist der neue Umgang mit Ressourcen.

eyeem-91553418 (Copyright Sabine Hauswirth)

Grundlage ist die geänderte Situation von der Bezahlung unseres gesetzlichen Rentensystems:

Grafik ist nicht exakt dem statistischen Wert entsprechend, hat also lediglich Symbol-Charakter

Und den daraus sich ergebenden möglichen Konsequenzen – dass es die heute noch üblichen Rentenstandards in der Form nicht mehr geben wird. Also: umdenken auch hier. Und zuallererst rechnen: wieviel benötige ich im Monat/im Jahr. Und dann einfach einmal finanzmathematisch nachrechnen, wieviel das bedeuten würde, wenn man diesen Bedarf monatlich in eine private Altersvorsorge ansparen müsste, hier exemplarisch berechnet zu einem Rentenbeginn ab dem 70. Lebensjahr:

Wer nicht genügend Vermögen hat (und die wenigsten haben es), benötigt hier also nicht sehr viel Rechenkunst, um zu sehen, dass diese monatlichen Zahlungen in ein privates Altersvorsorgeprodukt für die wenigsten möglich ist.

Und dass daraus zwei Schlussfolgerungen gezogen werden müssten:

  1. entweder den Bedarf (hier: ein Lebensstandard von 2.500 € monatlich) reduzieren
  2. oder den Bedarf mit anderen Einkommens- oder Rentenarten ergänzen (gesetzliche Rente, Aktien, Erbschaft, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, selbständige Einkünfte usw.)
  3. oder den Bedarf durch über das Renteneintrittsalter (hier: ab 70. Lebensjahr) durch zusätzliches Einkommen decken.

Ich gehe von lebenslangem Arbeiten aus, zumindest im symbolischen Sinne gedacht über das bisherige Renteneintrittsalter hinaus – im übrigen eine alte chinesische Haltung, weil im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin Nichts-Tun  oder Müßiggang keine persönliche Weiterentwicklung bringt und im chinesischen Sinne auch ungesund ist. Doch realistischerweise geht das nicht mit der Dauer-Tretmühle, in der die meisten arbeiten. Also ist auch hier Umdenken angesagt.

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Meine Grundansätze sind:

Reduktion – Standards anpassen, ggfs. reduzieren

Reduktion – Stressdiät, um lebenslanges Arbeiten gut zu gestalten

Reduktion – Training von Reduktion – was nichts anderes ist, als ein Training für Neurogenese (ständige Neubildung von Neuronen/Gehirnzellen), was durch Kreativität, Handwerk, Denken & Lernen, Naturerfahrung und vielem mehr besonders gefördert wird. Die Neurogenese ist nicht nur bekannt als Angst- und Panikbremse (was wir in Zeiten von Terrorismus, Finanz- und Schuldenkrisen zunehmend mehr benötigen), sondern sie ist auch bekannt als Mittel für schnellere Auffassungsfähigkeit/Flexibilität/Geschwindigkeit (was wir auch immer mehr benötigen, da sich immer alles schneller und mehr verändert, und darauf zu reagieren, benötigt flexible Strategien & Innovationsfähigkeit) sowie als Prävention von neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer & Co. (was insbesondere nicht nur der Lebensqualität, sondern auch einem womöglichem Szenario „Lebenslanges Arbeiten“ dienlich sein kann). Zeitgleich ist Neurogenese zunehmend wichtiger, da Smartphone & Co. bekanntermaßen Feind der Neurogenese sind und hierzu immer mehr Ausgleich (z.B. in Form von Natur-, Kreativitäts-Erfahrung und dergleichen mehr) benötigt wird. Sie sollte immer mit einfachen und alltagstauglichen Übungen, die man selbst und ohne fremde Hilfe ausführen kann, erfolgen.

und das verbunden mit einer neuen Denkweise bezüglich Renten- und Einkommens-Gestaltung.

Dies als Grundvorausetzung für neue qualitative Rahmenbedingungen erfordert eine weitere innovative Denkweise hinsichtlich der Generierung von Einkommen & Umsatz.

In der Konsequenz bedeutet dies aber auch:

  • Gestaltung des eigenen Lebens im Sinne einer strategischen Resilienz (nicht zu verwechseln mit ständiger Selbst-Optimierung)
  • PLUS Unternehmen gestalten neue Rahmenbedingungen für lebenslanges Arbeiten (Sabbaticals, Arbeitnehmer 60 +, Mütter & Väter arbeiten zum Teil von zuhause aus usw.)
  • PLUS der konsumorientierte Umgang mit Ressourcen & entsprechende Lebensgestaltung wollen überdacht und über Bord geworfen werden (Stichwort: einfacher leben), um auch dadurch gegebenenfalls die Ausgaben für Lebensstandards zu senken und damit den Bedarf.
  • Die neue Form von Altersvorsorge wird die bisherigen Altersvorsorgen nicht ersetzen, sondern deutlich ergänzen. Ich halte daher nichts davon, wenn die Leute alle ihre privaten Rentenversicherungen mit hoher Garantieverzinsung kündigen oder gar keine Vorsorge mehr machen – das ist ein Weg in die falsche Richtung. Auch im Bereich der betrieblichen Altersvorsorgen ist noch ein hoher Innovations-Schub machbar. Aber bisherige Altersvorsorge wird oftmals einfach die vorhandenen Lücken nicht decken – und das ist nicht neu.  Deshalb müssen auch hier neue Wege gegangen werden – beispielsweise die Angst vor Aktien aufzugeben und sich mit dieser Form der Geldanlage einmal näher zu beschäftigen ist nicht nur lohnenswert, sondern über-lebens-notwendig, wenn man vorhandenes Geld nicht durch Inflation oder in falsche Wohn-Immobilien dahinschmelzen sehen will.
  • Systemische Zusammenhänge und das Wissen um die Einflüsse der Epigenetik sind allzusehr vernachlässigt, wenn es um ökonomische Gestaltung des eigenen Lebens geht oder auch um die Vorsorge. Auch hier wird noch Einiges an Aufklärungs-Nachholbedarf das ökonomische Prinzip der Zukunft beeinflussen. Ich nenne das auch Hänsel-und-Gretel-Ökonomie. Viel zu sehr vernachlässigt ist das Wissen und die Aufklärung rund um transgenerationale Zusammenhänge sowie um die Auswirkungen von Armut auf das menschliche Gehirn. Bereits in Grimms Märchen wird das thematisiert und ist Teil Deutschlands. Außerdem gibt es genügend gute Literatur wissenschaftlicher Art, wie Gerechtigkeitsdenken in unserem Gehirn angelegt ist und welche fatalen politischen Folgen das auf Polarisierung und Spaltung innerhalb einer Gesellschaft haben kann. Mit entsprechend fatalen Folgen.

Es gilt also, lebenslanges Arbeiten gut vorzubereiten und mit smarten Ideen ausstatten.

Mein innovativer Vorschlag einer neuen Form der Altersvorsorge ist daher:


Meine economy-Modell, die insbesondere ein Modell für die Future Generation sein können, kann man auf meiner Webseite detaillierter nachlesen. Wie man strategische Resilienz in den Alltag, auch in den Unternehmensalltag modular einbauen kann, kann man in meinen Trainings-Konzepten Design Yourself Concepts und GPS-Coaching  nachlesen. Diese biete ich nicht mehr aktiv als Training an, lediglich als Beratungsgrundlage in Form eines Rahmens, den ein Unternehmen oder eine Organisation selbst füllen muss, da ich mich der Selbstorganisation und Selbstbestimmung verpflichte.

Wie man intelligent – und das am besten schon in jungen Jahren – Einkommen schafft, egal ob Selbständige/r oder Angestellte/r, beschreibe ich in meinem innovativen Einkommens- und Geschäftsmodell (Satellite-Core-Modell ), das weder eine Illusion im Sinne der 4-Stunden-Woche von Tim Ferries beinhaltet noch ein Chakka-Modell oder Geld-Maschine darstellt. Das Wesentliche daran ist, dass es eine Haupteinnahme-Quelle in Form der Existenzsicherung geben muss im Leben. Ob das aus selbständiger Tätigkeit oder als Angestellten-Verhältnis oder in Kombination oder in Form von (bedingungslosem) Grundeinkommen ist: um der zunehmenden Armut in unserer Gesellschaft und den zunehmend geringeren Chancen gerade für Kinder aus der Nicht-Erben-Generation zu entkommen und damit der Hänsel-und-Gretel-Ökonomie, so wie ich das nenne, und zunehmendem Schutz vor Rattenfängern, brauchen wir Modelle und Formen für Einkommens-Gerechtigkeit und Einkommens-Sicherung.

Empfohlene Literatur zum Menschen und wie Gerechtigkeitsdenken und Moral entstehen

Empfohlene Literatur zum Thema Lebensstile, Beziehungen und der Einfluss auf den Menschen

Empfohlene Literatur zum Thema Natur des Menschen hinsichtlich Kooperations-Bereitschaft anstatt Kampf

Erkenntnisse im Bereich der Armut und den Auswirkungen auf unser Gehirn
Link zu ‚Gehirn & Geist‘: „Abwärtsspirale: Armut macht das Gehirn langsam“

Weitere Links bei ‚Gehirn & Geist‘ zu dem Thema Armut


Bildnachweis: Grafiken und Fotos © Sabine Hauswirth Germany
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Editierter Beitrag: diesen Beitrag habe ich leicht verändert und aktualsiert am 26.1.2018

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