Reduktion als Unternehmens-Schutz

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Digitale Souveränität wird sicherlich nicht gerade auf Anhieb unter das Thema Innovation und Unternehmens-Schutz und auch schon gar nicht unter Lifetime Design angesiedelt werden. Zunächst. Doch bei näherem Hinsehen wird Reduktion, mein Lieblingsthema von Anfang an in diesem Blog-Magazin, das Stressdiät, Digital Detox und das Training der Reduktionsintelligenz durch Naturbezug und Kreativität beinhaltet, immer mehr wichtig. In der gesamten Lebensgestaltung und in Unternehmen. Warum? Es bietet die Möglichkeit, sich bewusst vom digitalen Overflow zu verabschieden und sinnvoll mit digitalen Medien umzugehen. Denn der zunehmende Digitale Overflow wird Aufmerksamkeit, Tiefgründigkeit für komplexe Aufgabenstellungen erschweren, sowie zunehmende Manipulierbarkeit ermöglichen. Zusätzlich wird durch die Dominanz digitaler Medien im Alltag vieler Menschen, die wie selbstverständlich falsche Offenheit und Selbstdarstellung in den Sozialen Medien verbreiten, auch die Grenze im Unternehmen womöglich eines Tages überschritten. Reduktion als Teil eines gezielten strategischen Risikomanagements im Unternehmen könnte Gefahren oder Risiken vermeiden oder verringern.

Digitale Souveränität wird ein Thema werden, das sowohl im Umgang damit als Mensch, aber genauso als Unternehmen mit ganz klaren Strategien für ein gezieltes Risikomanagement eine besondere Bedeutung erlangt. Wenn Mitarbeiter nicht in Aufmerksamkeits-Schulung und achtsamer Wahrnehmung trainiert werden, kann immer mehr davon ausgegangen werden, dass soziale Medien eine zunehmende Bedrohung sowohl für die Geschäftsfeldentwicklung als auch die Innovationsfähigkeit werden. Und solche Weiterbildungsmaßnahmen, die es längst schon geben müsste, aber noch nicht in den Unternehmen gesehen werden als Notwendigkeit: das Training der Kreativität und Flexibilität, um den immer schnelleren Veränderungen dank Industrie 4.0 gerecht zu werden, dienen genau dem, das der zunehmenden Goldfischaufmerksamkeit entgegengehalten werden kann: Mitarbeiter benötigen zunehmend einerseits Kraft und Flexibiltät für Veränderungsprozesse und andererseits benötigen Unternehmen zunehmend Innovations-Kraft im Unternehmen, das DURCH IHRE MITARBEITER generiert wird. Je mehr Kinder und Jugendliche jedoch mit sozialen Medien aufwachsen und den Umgang damit nicht lernen, umso mehr wird in den Unternehmen eine Zeitbombe ticken: ganzheitliches Training würde bewirken, dass vernetztes Denken, auch bessere Wahrnehmung erzielt würde anstatt zunehmender Unaufmerksamkeit und Oberflächlichkeit. Ein weiterer, sehr viel größeres Risiko, und das ist Teil meines Risikomanagements, ist die zunehmende Gefahr von Industriespionage und Einflussnahme, die über harmlose Kontaktanbahnungen jeglicher Art übers Internet erfolgen, um Menschen und in diesem Fall Mitarbeiter zu verstricken und in eigene Ziele zu verwickeln.

Solches Training wird durch ganzheitliches und nachhaltiges, also auch im Unternehmen wirklich dauerhaft integriertes, Training erzielt. Das ist das Training mit allen Sinnen, das vernetztes Denken erzeugt, auch der Neurogenese dient, die nachweislich entschleunigend wirkt. Vernetztes Denken ist auch bekannt dafür, dass schneller und flexibler auf Veränderungen reagiert werden kann. Dies aber immer unter der Voraussetzung, dass Mitarbeiter nicht ohnehin schon im Dauer-Stress des Dauer-Funktionierens stecken: denn dann hilft nur noch Stress-Diät, weil ansonsten Burnout und Aussetzen des kognitiven Systems erfolgen. In diesem Kontext entstehen nicht nur Fehler, sondern schlechte Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit gegenüber Gefahren und Risiken, die über das Internet, geschickt getarnt, als unterschiedlichste Formen der Kontaktanbahnungen erfolgen.

Also sehe ich für viele Unternehmen Trainings, die noch nicht dort angekommen sind, als fast überlebensnotwendig. Trainings alleine aber werden nicht ausreichen. Vielmehr wird für einen guten Unternehmensschutz eine zielgerichtete Strategie für Risikomanagement im Bereich der Sozialen Medien erforderlich sein, um zukünftige Geschäftsentwicklung nicht zu gefährden.


Bildnachweis: Titelbild clipdealer_284471; PhotoGraphics Sabine Hauswirth Germany

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