Rück-Blicke

Immer dann, wenn Phasen, also auch ein Jahr vorbei sind, haben wir Menschen so die Angewohnheit, zurückzublicken. Warum eigentlich? Sind wir da besonders achtsam oder besonders melancholisch oder wollen wir einfach nur das Bisherige vergleichen mit dem, was wir uns für die Zukunft vorstellen?

 

Ich denke, letztendlich haben wir Menschen immer nur den einen Ansatz und Wunsch: wir wollen glücklich und in Einklang mit unseren Bedürfnissen und Wünschen leben und arbeiten. Dadurch haben wir uns angewöhnt, so eine Art ‚Vergleich‘ zu machen und wir wollen festzustellen, was wir in der letzten Phase, auf die wir zurückblicken, denn gut und was schlecht lief. Solch einen Rückblick möchte ich heute einmal zum Anlass nehmen, um über das Thema ‚Umsetzung von Vorsätzen oder Zielen‘ zu sprechen.

Wie gelingen uns denn Ziele und Wünsche? Geht das überhaupt? Ich denke schon. Wenn wir uns mit dem Thema Selbstmanagement und Selbststeuerung einmal beschäftigen wollen, dann bringe ich heute einmal einen kleinen Einblick, wie man Ziele auf den Weg bringen kann. Und in dem Zusammenhang mache ich am Ende des Blog-Beitrages eine Buch-Empfehlung, wie man sich einmal nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Gefühl, sowie mit seinem Unbewussten in Verbindung bringen muss, um Ziele auch wirklich wirksamer umsetzen zu können. Außerdem möchte ich immer wieder ermuntern, auch die eigenen Potenziale immer wieder mit ins Boot zu holen. Auch das verstehe ich unter Selbstmanagement: indem man sich nicht ständig einreden lässt, man müsse sich ENTSCHEIDEN für ETWAS und man könne doch nicht all seinen Hobbies oder Interessen nachgehen, das sei doch utopisch. Mein Ansatz ist da in einem meiner Lifetime Modelle beschrieben, dem Satellite-Core-Modell, das ich in einem der nächstem Blog-Beiträge wieder einmal näher beschreiben möchte. Da geht es auf jeden Fall darum, dass man einfach erst einmal BEGINNT. Und sprichwörtlich den Weg als das Ziel nimmt und sich der in der Natur vorgesehenen Selbstorganisation vertraut, und sich dabei aber immer auf einen FOKUS richtet, damit eine Konzentration für ein Potenzial oder eine Haupttätigkeit zielgerichtet erfolgen kann.

Heute geht es mir aber ausschließlich um einen Einstieg in Selbstmanagement, das nichts Anderes ist, als sich mit den eigenen Wünschen auseinanderzusetzen, und diese wirkungsvoll in Einklang zu bringen mit dem Inneren und sie dann auch umzusetzen. Da dies sicherlich eines der schwierigsten Theme überhaupt ist, will ich da auch ganz offen sein: es gibt weder ein Patentrezept noch eine immer wirksame Lösung. Denn wenn wir einfach nur LESEN und alles nur über den KOPF machen, werden wir gar nichts bewirken, weil wir weder den Zugang zu unseren Gefühlen, noch zu unserem Unbewussten herstellen. Aber genau das braucht es, um auch unser sogenanntes Erfahrungsgedächtnis mit ins Boot zu holen – das ist der Bereich unseres Gehirns, in dem alles abgespeichert ist, was wir erlebten oder was sogar unsere Vorfahren erlebten. Deshalb halte ich auch so überhaupt gar nichts von Chakka-Veranstaltungen oder Glücks-Ratgebern, die vorgaukeln, dass Glücklich-Sein oder gelungene Lebensgestaltung mal schnell ‚über Nacht‘ oder ‚in 10 Tagen‘ oder was auch immer so geschrieben steht, funktionieren kann. Denn es ist ENTWICKLUNG und im eigentlichen Sinne ARBEIT und GESTALTUNG=DESIGN.

So sehe ich auch Lebensgestaltung als ‚Lifetime Design‚ und auch die Gestaltung einzelner Lebensphasen in von mir so benannte ‚Lifetime Modelle‚. Da geht es vor allem darum, dass jede einzelne Lebensphase vollkommen individuelle Bedürfnisse, Herausforderungen und Entwicklungs-Chancen mit sich bringt. Und diese Lebensphasen wollen deshalb auch individuell gestaltet werden.

Ich mache ein Beispiel: eine Frau bekommt ihr erstes Kind. Sie arbeitet nach heutigen Vorstellungen genauso weiter wie bisher weiter. Dass diese neue Lebensphase aber vollkommen neue Anforderungen an ihre Lebensgestaltung benötigt als die vorhergehende Lebensphase, ist vollkommen logisch. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Weiteres Beispiel: Wir denken bisher noch in Arbeitszeit und Rentenzeit, das heißt, wir trennen diese Lebensphasen nach wie vor. Angenommen, Rentensysteme funktionieren nicht mehr so wie früher und es wird irgendwann einmal erforderlich, dass wir länger oder gar lebenslang arbeiten? Dann benötigen wir eine neue Strategie und auch ein Design für sowohl berufliche, private wie auch ‚Renten‘-Phasen. Da gehören dann nicht nur z.B. Reduktion der Arbeitszeit, Reduktion von Stress & Zuviel im Allgemeinen, Resilienz- und Präventiv-Programme für Gesundheit & Fitness, auch im Alter. Da benötigen wir dann auch vollkommen neue ökonomische Herangehensweisen an die Gestaltung von Renten-Einkommen sowie die Gestaltung von neuen Wohnformen und Wohnmodellen.

So gibt es ein paar mehr Beispiele, von denen ich sage, dass sie ‚Lifetime Modelle‘ zur Gestaltung von ‚Lifetime Design‘ benötigen. Zukünftig immer mehr. Denn immer mehr Menschen brennen aus, werden in manchen Unternehmen auch ausgebrannt, viel Smartphone & Co.-Benutzung benötigen Strategien und so vieles mehr an ZUVIEL, was ein vollkommen gesunder Mensch unter den bisherigen Rahmenbedingungen oft einfach nicht bewältigen kann. Die ökonomischen Verhältnisse in Deutschland scheinen in Ordnung zu sein, wenn man vielen Medien und Politikern Glauben schenkt: ich allerdings bezweifle diese Balance und gehe von einer zunehmenden sozialen Schieflage aus.

Umso mehr braucht es dann nicht nur Selbstmanagement, sondern auch insgesamte bewusste Gestaltung von Lebensphasen. Doch Selbstmanagement ist ein wichtiger Bestandteil und zugleich Rahmen, dies alles positiv zu gestalten. Und genau das ist deshalb auch mein Ansatz: Schieflage hin oder her, Krisen – auch persönliche- hin oder her: wir haben immer die Wahl, selbst für uns einzutreten und etwas in die Hand zu nehmen. Manchmal gehen nur ganz kleine Schritte nach vorne, dann wieder zwei nach hinten, und dann aber auch wieder größere Schritte nach vorne. Um einen besseren Einklang dieser Schritte zu schaffen, stelle ich heute auch die Bücher vor, die für einen Einstieg ins Selbstmanagement als gelungen betrachte. Sie dienen der persönlichen Weiterentwicklung. Und der Entwicklung von Zielen, die aus einem selbst heraus stammen und die vielleicht gerade heute mit Ihrem persönlichen Rück-Blick in Einklang gebracht werden könnten.

Selbstmanagement auf den Weg bringen

Selbstmanagement heisst:

  • Wissen, was man will – dazu gehört, herausfinden, was man will. Ich nenne das die EXPLORER-Phase. Dazu muss ich mich aber umschauen, mich mit mir befassen, beispielsweise in die Natur gehen ohne Ablenkungsmöglichkeiten oder sonstige klare Räume schaffen, die frei sind von Marketing-Manövern, Fernseh-Illusionen und vielem anderen mehr.
  • Das Gewollte mit der Aussenwelt koordinieren – und mit der Innenwelt, also dem Unbewussten. Ich nenne das die FEEL-Phase.
  • Das Gewollte in Handlung umsetzen – also in Aktion zu treten mit dem, was man als das ‚Gewollte‘ herausgefunden hat. Ich nenne das die ONE-Phase, weil man hier den FOKUS oder die ESSENZ oder das ERGEBNIS entwickelt hat und sich nun darauf konzentrieren kann.

Selbstmanagement ist

… die Fähigkeit, die eigenen Handlungen so zu steuern, dass sie dem entsprechen, was man gerne will.

    • Umgang mit unangenehmen Pflichten, also das Erledigen anstatt Hinausschieben von Pflichten, die man nicht mag
    • Handlungsmuster für unbefriedigende Situationen entwickeln (z.B. Abgrenzen, Umgang mit schwierigen Mitarbeitenden / Menschen)
    • Situationen aus der Vergangenheit, die unangenehm oder sehr negativ waren, so ins eigene Geschehen integrieren, dass sie nicht mehr negativ auf die Gegenwart oder Zukunft wirken können
    • Auftrittskompetenz (z.B. Sprechen vor Gruppen, Verhandlungen, Präsentationen, Bewerbung usw.)
    • Kommunikation lernen, das Gewünschte oder Ungewünschte auszusprechen gegenüber dem oder den direkt Beteiligten
    • in Prüfungssituationen das Gelernte wiedergeben können
    • die Motivation zum Lernen aufrecht erhalten
    • die Schüchternheit ablegen
    • mehr Sport treiben
    • die Impulse kontrollieren 
    • Ziele besser erreichen
    • Illusionen von Realität besser unterscheiden lernen
    • das eigene Körper-Gefühl entwickeln, um Reaktionen des Unbewussten besser zu verstehen

So – und genau das ist der schwierige Part. Hier handelt es sich um Entwicklung, um einen Weg, um einen Prozess, auf den man sich einlässt. Hier empfehle ich heute folgende Bücher, die ich selbst gelesen habe und die ich sehr wertvoll finde, weil sie auf den ganzen Menschen eingehen und weil sie vor allem auch fundiert geschrieben sind.

Es gibt natürlich tausende von Büchern, aber diese Auswahl finde ich für den Beginn von Selbstmanagement einfach hilfreich. Maja Storch und Julius Kuhl beschreiben den sogenannten Rubikon-Prozess sehr gut, das ist der Prozess, den man für volle Motivation zur Zielerreichung benötigt. Dabei gehen sie ganz stark auf die Rolle unseres Unbewussten und unseres Erfahrungsgedächtnisses ein, indem sie sich mit den sogeannten somatischen Markern nach Antonio Damasio beschäftigten und in ihre Arbeit integrierten.

Und Horst und Doris Benesch beschreiben in ihrem Manual über Klopfakupressur, die wissenschaftlich übrigens nachweislich hilfreich sind für das Lösen von Blockaden, Ängsten, Energie-Blockern und einfach dem Stärken eigener Energien. Denn ohne dieses Lösen von Blockaden oder dem Stärken der Energieflüsse im Körper bewegt man sich laufend mit der angezogenen Handbremse. Alles was man von sich aus freiwillig tut, ist der eigenen Selbstbestimmung dienlich. Hier haben Sie immer die Möglichkeit, ja oder nein zu sagen. Das ist entscheidend bei Allem, was wir tun.

Und wer mich kennt und das ist zugleich auch meine Selbstverpflichtung: ich empfehle nur Dinge, die ich selbst gelesen, ausprobiert und getestet habe und von denen ich ausgehe, dass sie Menschen wirklich helfen. Alles Andere muss dann aber jeder selbst für sich entscheiden, weil dies wiederum meiner Auffassung von Autonomie des Menschen ist.

Wer als Grundlage für einen Ausblick ins Jahr 2018 auch etwas stressfreiere Rahmenbedingungen für Selbstmanagement schaffen will, dem empfehle ich durchaus mein Buch über Stressdiät ‚Glück ist Knäckebrot‘. Hier schreibe ich vor allem über die Auswirkungen von Zuviel, und wie man sich zumindest zielgerichteter davon befreien kann, ohne gleich auf eine Insel zu müssen und alles hinter sich zu lassen. Die Rolle von ZUVIEL Smartphone & Co.. mit den Auswirkungen auf unser Gehirn lasse ich dabei auch nicht aus sowie die Rolle von ständigem einseitigem Arbeiten, das anstatt VIELFALT und Lebendigkeit Monotonie und Einfalt ins Leben bringt.

Wer also Rückblicke für das Jahr 2017 macht und zugleich Wünsche oder Ziele fürs Jahr 2018 sich vorgenommen hat, könnte mit Selbstmanagement, das aus einem gesunden Selbst stammt, sowie der hilfreichen Stärken eigener Energie-Quellen durch Klopfakupressur und auch mit gezielter Stressdiät als Grundlage durchaus erfolgreich sein.

Denn nichts ist so unangenehm wie die Vorsätze, die bereits nach den ersten Tagen des neuen Jahres verpufft sind.

In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern einen schönen und klaren Rückblick auf das Jahr 2017 sowie gutes und erfolgreiches Umsetzen von Zielen im Neuen Jahr. Und dabei vor allem gute Gesundheit und viel Freude bei allem Tun!

Sabine Hauswirth


Bild-Nachweis: PhotoGraphics von Sabine Hauswirth, Germany, Titelbild junge Menschen: Fotolia_8392543
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Sonstiger Hinweis: ich schreibe diesen Blog & Online-Magazin seit fast nunmehr 4 Jahren. Die ersten Jahre habe ich ganz bewusst auf Sponsoring oder Affiliate-Programme verzichtet, auch um den Blog erst einmal aufzubauen. Doch ich stehe ganz bewusst zu bezahltem Arbeiten, da reines Arbeiten auf unbezahlter oder ehrenamtlicher Ebene meines Erachtens Selbstausbeutung ist. Deshalb arbeite ich hier im Blog & Magazin auch immer wieder über Sponsored Content als sogenannte Micro-Influencerin. Entweder ich suche mir über Affiliate-Programme Möglichkeiten, meine Empfehlungen, die ich ohnehin machen würde, mit einer Empfehlungs-Provision vergüten zu lassen, oder aber ich schreibe gegen Honorar oder Aufwandsentschädigung über ein Produkt, das ich getestet habe. Dabei habe ich ganz klare Annahme-Kriterien. Mein Kriterien für Sponsored Content habe ich in meinem Media Kit beschrieben. Das Verhältnis von gesponsortem zu nichtgesponsortem Schreiben allerdings bleibt weiterhin bei ca. 20 zu 80.

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