Unternehmen Schule.

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Die immer mehr sich aufdrängende Frage in Unternehmen ist: wo bekomme ich Mitarbeiter her und vor allem – wo bekomme ich GUTE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter her? Die noch viel mehr sich aufdrängende Frage nicht nur in Unternehmen, sondern in unserer Gesellschaft wird sein: ist die Bildung, die unsere Kinder bekommen, genug für die Zukunft vorbereitet? Ich sage: NEIN.

Ein Bildungs-System, das ausschließlich die linke Hirnhälfte bedient, bedient vielleicht IMMER GUT diejenigen, die ohnehin immer schon gut lernen konnten und denen, es leicht fiel. Auf die waren dann die Lehrer auch immer stolz und hielten sie gerne auch mal als Aushängeschild für die eigene (Lehrer-)Leistung und als Motivator für Mitschüler vor. Doch: solche Kids können immer und überall lernen. Das ist einfach so. Ich war ein solches Schüler-Kind. Allerdings hatte ich, damals in Baden-Württemberg in die Schule gehend, zumindest auch wenig Lehrer, die Druck machten und wirklich streng waren. Diese Haltung gegenüber Schülern hilft ja Allen.Der Rest ist aber Links-Hirn-Hälfte und nicht-hirn-gerechtes Lernen.

Und darauf braucht ein Schulsystem nicht stolz sein und schon gleich nicht meinen, dass eben die anderen, die nicht so gute Schüler sind, es halt „einfach nicht schaffen“.

Nein, ein Schulsystem, das diejenigen, die vielleicht einfach nur eine andere Art zu lernen brauchen, nicht auch fördert in den eigenen Ressourcen, ist nicht mehr zukunftsfähig und ist dringend renovierungs-bedürftig. Und das Trainieren der linken Hirnhälfte anstatt das Trainieren und Schulen der linken (Logik, Ratio, Analytisches Denken usw.)  als auch der rechten Hirnhälfte (Emotion, Innovation, Kreativität, Sprache usw.), so wie wir es in Deutschland schon immer kennen, wird so nicht mehr funktionieren.

Der Wandel in unserer Zeit findet immer schneller statt. Die Vermittlung nur noch von Inhalten wird zu einseitig. Das Leben zu lernen wird eine immer wichtigere Funktion im Leben einnehmen müssen, um die Komplexität unserer Zeit zu bewältigen. Und durch Trainieren einer immer notwendiger werdenden „Reduktions-Intelligenz“ ergänzt werden.

Unser Schul- und Bildungs-System ist zwar hervorragend darauf ausgerichtet, was das Vermitteln von Inhalten und Wissen, also dem Input für die linke Hirnhälfte dienlich, betrifft. Und darin sind wir sicherlich auch einzigartig. Das ist unbestritten. Nicht aber ausgerichtet sind wir auf die zusätzliche, aber zwingend erforderliche, Nutzung der rechten Hirnhälfte, die Kreativität und Innovation ermöglicht. Doch genau diese Fähigkeiten aber benötigen wir in der Zukunft und im Prinzip schon gestern: der evolutionäre Anpassungsdruck und die immer schnelleren Veränderungen benötigen immer mehr in den Unternehmen, in Politik und Gesellschaft Erfindergeist, Wachheit, Flexibilität, kreatives Denken & Handeln. Und gerade das benötigt eben auch unsere Wirtschaft. Reine Zuwanderungsprogramme werden von dieser Problematik daher nicht ablenken können. Es bedarf der Schulung und des Trainings aller vorhandenen Menschen plus derjenigen, die zusätzlich in unser Land als Arbeitskräfte geholt werden: in ganzheitlichem Lernen, das holistisches Denken (Intuition) und Rechts-Links-Hirn-Verbindung umfasst. Und Unternehmen werden sich sehr viel schneller um die Bildung von Menschen kümmern, als unser Schulsystem diese Not-Wendigkeiten umsetzen kann. Denn schnelle Veränderungen in unserem Bildung-System haben, so wie ich das bisher sehe, nur zu krampfhaft-ineffektiven Schnellschuss-Entscheidungen geführt.

Aufgabe von Unternehmen wird es sein, sich zukünftig dem Thema BILDUNG anzunehmen. Die Wirtschaft wird es sich leisten, da unser Schulsystem nicht beweglich genug ist, all die Notwendigkeiten schnell und effizient umzusetzen. Das heißt – bereits der Kindergarten und dann die Schule wird in Unternehmen integriert werden. Dies klingt utopisch, wird aber Realität werden, davon bin ich überzeugt.  Denn wenn Menschen auf diese sich immer sich schneller verändernde Welt wirklich gut gerüstet sein sollen, also gerade auch als gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen, dann kann dies durch unser Schulsystem nicht mehr geleistet werden. Wie soll denn WIRTSCHAFT und KREATIVITÄT und INNVOVATION gelernt werden, wenn wir von der 1. Klasse bis zum Abschluss (egal ob bis zur 9. oder bis zur 12. Klasse) AUSSCCHLIESSLICH die linke Hirnhälft abgerufen und gefordert wird? Und: ein System, das Mitarbeiter beschäftigt, die oft motiviert über das THEMA SICHERHEIT (BEAMTENSCHAFT, PENSION)  in dieses Berufsbild gehen, werden ihren Schülern MIT SICHERHEIT nicht immer MUT, FORSCHERTUM, TALENTISMUS, SCHEITERN / Trial-and-Error, INNOVATION & KREATIVITÄT, FLEXIBILITÄT nahe bringen. Dass es logischerweise viele Ausnahmen gibt, davon gehe ich aus. Ich zeige hier immer nur eine Tendenz auf und sehe und an-er-kenne die großen Ausnahmen. Aber unser Schul-System in der aktuellen Form wird den evolutionären Anpassungsdruck nicht schnell genug leisten können. Außerdem wird es Mitarbeiter = LehrerInnen brauchen, die auch mal woanders waren, nicht nur in der Schule. Die eben KEINE ANGST haben vor Neuem, die auch mal anderswo sich umgeschaut haben und für die SICHERHEIT mehr als nur eine (vermeintlich) SICHERE PENSION, die aufgrund der Überschuldung unseres Staates schon seit langem in ihrer Machbarkeit angezweifelt werden darf.  Für Unternehmen der Zukunft und auch der Gegenwart in Deutschland könnte also unser Bildungssystem in der aktuellen Ausformung aber mehr als nur Wettbewerbsnachteil bedeuten. Also werden sie handeln. Es gibt genügend Talente, oftmals unentdeckte und nicht-geförderte, die nur darauf warten, endlich entdeckt und gefördert zu werden. Diese bereits schon ab dem Kindergarten-Alter durch wirklich praxisnahe, innovativ Handelnde und nicht ausschließlich (überbildete) Lehrerinnen und Lehrer zu schulen, wird ein Zukunfs-Bildungs-Modell werden. Davon bin ich überzeugt. Und diese (finanzielle) Investition in unternehmenseigene oder unternehmens-kooperierende Kindergärten und Schulen wird sich auszahlen. Für unsere Gesellschaft. Und für unsere Wirtschaft. Denn krank sind wir schon. Gesund werden und bleiben IST das zukünftige Ziel.

Also ist mein Fazit: Unternehmen werden nicht nur unternehmenseigene Kindergärten, sondern auch Schulen einrichten.

  • der immer wieder gerühmte deutsche Erfinder- und Pioniergeist, das Land der Dichter und Denker, ist für mich aktuell nur bedingt sichtbar. Aber alles ist da. Es will nur wieder-belebt werden. Dazu bedarf es eines Quanten-Sprungs, gerade in unserem Bildungs-System. Und einer Freiheit des Lernens, das andere Wege geht.
  • aus unserem Bildungs-System gehen hervorragend ausgebildete Leute hervor – doch es gehen auch viele Nicht-Gebildete daraus hervor. Und das ist ein Fehler und ein Verschwenden wertvoller Ressourcen und Talenten. Denn jeder Mensch ist einzigartig. Vielleicht erinnern wir uns daran.
  • Der Demografie-Faktor lässt es zukünftig gar nicht mehr zu, dass wir alle unsere Kinder dieses Landes einfach un-gebildet lassen. Und zwar Bildung, so wie ich es sehe – nicht nur immer dieses für mich vollkommen verkehrte Denken in „Akademiker-Bildung“. Die ist ja richtig und gut. Aber es gibt auch eine gigantisch gute Bildung in „Hand-Werk“, in „Kreativität“, in „Innovation“, in „Flexibiliät“, auch in „Liebe“, „Glücklich-Sein“ und „Reichtum-denken-statt-Arm-denken“. Doch wo erhalten wir dies? Zunächst einmal: ja, auf jeden Fall im Elternhaus! Das sind wir unseren Kindern schuldig. Aber gelingt das heutigen Eltern überhaupt noch gut? Oder ist nicht fast jeder schon überfordert mit Erziehung? Ist in Zeiten von Reiz- und Informations-Überflutung + einem Schulsystem, das viele Leute durch das Bildungs-Raster fallen lässt statt be-fördern lässt, Erziehung zu wahr-haften Menschen eigentlich noch möglich? Ist Klarheit noch möglich für Entscheidungen: dass Kinder sich selbst fühlen, be-greifen, kennen-lernen im eigentlichen Sinn? Oder ist nicht eine Konsum-Gesellschaft entstanden, die danach schreit „Lasst mich hier raus!“? In der Konsequenz sehen Sie die Konsum-Kids von heute, aber auch solche, die als Erwachsene schon längst keine mehr sein wollen und ihre Zukunft bereits neu denken. „Qualität vor Quantität“ wird als Konsumtrend stärker kommen und ist somit Reduktions-Strategie von vielen Consumern, die mit-denken.
  • Beeinflussung von allen Seiten ermöglicht keine wirkliche Förderung von Talenten und Potenzialen mehr und auch keine Leere, die Fülle erzeugt: Erziehung ist längst abgelöst durch Fernsehen, Web und Social Media Kanäle. Ich nutze nur noch bedingt, aber dann ganz gezielt die Media Kanäle von heute. Fernsehen kenne ich fast gar nicht mehr. Aber ich bin „er-wachsen“ und ent-scheide mich ständig neu in der Nutzung dieser Einfluss-Faktoren und als Kind bin ich in der Natur sowie mit 3 Fernseh-Programmen und mit viel Sport & Lesen aufgewachsen. Aber: ganz einfach. Ohne großen Luxus. Aber mit viel innerem Reichtum. Und meine eigenen Kinder sind längst erwachsen und eigenständig, durften in ihrer Jugend aber sehr viel Beschäftigung in der Natur, im Sport und vieles mehr erleben, was mich und uns als Eltern zugegebenermaßen viel Einsatz und Zeit gekostet hat, aber vor allem auch eins als Lernerfahrung: Zutrauen, dass die Kinder es schaffen. Und: nicht Organisation der Freizeit und damit Eingriff in die Freiheit unserer Kinder, sondern auch das So-Sein-Lassen zu-lassen-können. Dass Du als Eltern auch Fehler machst, ist klar. Perfekte Eltern gibt es nicht, dann sind Scheidungen an der Tagesordnung und für Kinder nicht einfache und überhaupt ist das Leben als Eltern alles andere als einfach. Das Durchstylen von Kindheit und das Helikoptern der heutigen Eltern sehe ich allerdings als problematisch an, ist aber einfach auch Konsequenz all dessen, was uns konditioniert und erzieht. Nicht alle Eltern können gelassen sein, so wie ich das gewohnt war. Und das geben sie dann als Erwachsene, wenn sie Eltern geworden sind und nicht lern-fähig sind, dann einfach weiter: Mut zur Gelassenheit ist aber heutzutage mehr denn je erforderlich. Sonst ist wahrhaftige Selbstbestimmung gefährdet.
  • Die heutigen Not-Wendigkeiten lassen eigentliche Bildung & Erziehung im ursprünglichen Sinne nicht mehr zu. Also darf einmal mehr neu und quergedacht werden: Bildung erfolgt bereits im frühesten Kindes-Alter schon über andere Kanäle als „nur“ die Eltern. Eltern sind oft überfordert. Denn auch das Nutzen von Web & Co. will gelernt werden. Ich bin da eher eine, die sagt: so spät wie möglich und so dosiert wie möglich Web & Co zulassen. Zuerst ist Anderes erforderlich: sich-selbst-erleben, heute mehr denn je. Und nicht schon wieder MIT VORGEGEBENER (ERWACHSENER) METHODE, sondern SELBST, und am besten draußen in der Natur.  Und die Hände nutzen, nicht nur den Verstand, wollen ge-nutzt werden. Dazu haben wir sie ja. Bauen, Sammeln, Be-Greifen usw.
  • Die Hände und all die Leute, die mit Händen arbeiten (Handwerker, Designer, Kreative, Werker aller Art) sind Macher („Making“, „Doing“) , also nicht nur Denker („Thinking“). Sie haben es irgendwann einmal gelernt.Und/oder als Begabung ent-deckt. In Schulen? Im elterlichen Betrieb? Von den Eltern direkt? Zumindest heutzutage lernen wir es nicht mehr in den Schulen, außer in den privaten Schulen, die ganz gezielt einen anderen Weg gehen als das herkömmliche Bildungs-System. Aber können wir weiter so ge-trennte Wege gehen, also private Einrichtungen versus staatliche Einrichtungen? Darf nicht die HAND auch neben dem KOPF geschult werden, von ANFANG AN? Und dabei einfach auch mal WENIGER IST MEHR? Und TRY-AND-ERROR, was später fürs Scheitern wichtig ist als Lern-Aufgabe?
  • Handwerker braucht das Land sowieso! Schon immer und in Zukunft verstärkt! Wozu rennen eigentlich immer mehr wie die Lemminge auf Hochschulen, selbst wenn sie eigentlich hochbegabte Handwerker, Designer oder Schauspieler wären? Sind wir noch ein Land der Erfinder, der Dichter und Denker und der Handwerker? Wohin führt uns unsere Herzensbildung in Bezug auf Wert-Schätzung? Schätzen wir Akademiker nach wie vor mehr wie Handwerker oder Werker aller Art und wenn ja, warum und die drängendste Frage: wenn alle nur noch Akademiker werden wollen (selbst wenn sie vielleicht mehr begabt wären für etwas Anderes), ist das ein Zukunfts-Beruf, vor allem in der MENGE? Zumindest die Frage sollten wir uns stellen: warum machen wir immer wieder denselben Fehler und achten nicht auf unsere BEGABUNG? Und machen dann das!Einzigartigkeit heißt nicht zwingend, Akademiker zu werden, sondern das, was in Dir liegt zu entdecken und zu fördern. Und wenn das nicht die Hochschule ist,  ist es eben woanders herauszubilden und zu stärken. Es geht vieles auch autodidaktisch. Oder wie auch immer. Finde es heraus. Bestimme DU selbst, was Dir entspricht. Und manchmal hilft ein Jahr, wo Du ein Praktikum nach dem anderen machst. So ist Herausfinden auch möglich, wenn Du es noch nicht weißt, was Dir liegt.
  • Begabungen vieler Art benötigt unsere Wirtschaft und benötigen unsere Unternehmen. Diese früh zu fördern: darin sind sich alle einig, dass das wichtig ist. In Unternehmen diese Begabungen zu erkennen und zu fördern würde bedeuten – firmeneigener Kindergarten (Kooperation mit anderen Unternehmen bei kleineren Unternehmen) und firmeneigene Schulen. Ich denke, da würden weitaus weniger Leute durchs Raster fallen und solche Menschen gefördert, die im herkömmlichen System keine Chance hätten. Davon bin ich überzeugt. Einfach deshalb, weil ich sehe, dass die Bildung, die ja wirklich frühkindlich beginnt, dann weiter geführt wird im Kindergarten und in der Schule, in ganzheitlicher Sicht betrachtet werden muss. Und einfach gemacht werden muss – nicht in Über-Bildung, sondern in das, was lebens-wichtig ist. Von intelligenten Praktikern, die Einiges schon erlebt und be-wegt haben. Und Lehrer, die nicht nur Schule kennen, sondern auch Wirtschaft. Und die Sicherheit nicht nur über Pensionen, sondern über ge-lebte Praxis in der Wirtschaft und über innere Sicherheit definieren. Das wird in betriebseigenen Einrichtungen möglich sein. Ansonsten aber werden wir als zukünftige Mitarbeiter um die Besten  „kämpfen“ müssen, die aus dem etablierten Bildungs-System entwachsen sind. Und verzichten auf diejenigen Mitarbeiter verzichten, die begabt, aber un-gefördert, durchs Raster des Systems gefallen sind, weil sie uns nie begegnen werden.
  • Werte schöpfen, Potenziale abrufen, Kultur & Wurzeln kennen: Ich bin ein großer Fan des benediktinischen Prinzips: es ist die Regel des heiligen Benedikt,  die dieser kluge Mann vor vielen hundert Jahren als Kloster-Regel erstellt hatte und die, einmal kurz umfasst, vor allem JEDEN in der Gemeinschaft einbezog mit den jeweiligen Fähigkeiten, innerhalb einer klar strukturierten Gemeinschafts-Regel. Oberstes Prinzip war zudem, dass jeder arbeiten musste, es gab also keine Ausnahme. Und Arbeiten in Abwechslung mit Innehalten, Still werden, meditieren. Also die Bindung zu sich selbst herstellen (was im Sprituellen bedeutet: zu Gott oder zum Höheren Selbst). Ich bin keine Religions-Dogmatikerin, also beziehe ich mich in meinen Statements immer religions-unabhängig auf alle möglichen Werte-Schöpfungen dieser Welt. Mir entspricht aber, die kulturellen Werte zunächst in UNSERER EIGENEN EUROPÄISCHEN KULTUR zu suchen und zu finden, bevor ich dann weiter in die Welt gehe. Warum? Weil die Werte, durch die wir „gebildet“ wurden, durch unsere Familien-Systeme, von denen wir abstammen, nicht nur energetisch an uns weiter-vererbt wurden, und daher system-immanent bereits IN UNS ausgebildet ALS WERT & KULTUR sind und daher leichter abrufbar sind, als wenn wir sie uns erst mal aneignen müssen. Allerdings ist LIEBE all-umfassend und universell. Das hat jeder von uns IN SICH. In diesem Blog-Beispiel und in diesem Zusammenhang erwähnt, bringe ich eben sehr gerne den Hl. BENEDIKT, der auch als einer derjenigen heutzutage angesehen wird, der die Grundlage für europäisches Gemeinschaftsdenken gelegt hat. Und VALENTIN, der, aus Italien stammend, symbolisch für Fürsorge und Liebe steht. Als „globalized woman“ denke und handle ich globalistisch: für mich sind alle Menschen dieser Welt wichtig. Doch wenn es um RESSOURCEN-SCHÖPFUNG in einem selbst geht, stehe ich für „das Nahe-Liegende“, also das in uns als „Kultur“ bereits Angelegte, durch unsere Ahnen an uns Weitergegebene: denn Ressourcen schöpfst Du noch etwas schneller ab, wenn Du an die eigenen Wurzeln gehst. Europa hat also Wurzeln, USA hat Wurzeln, China hat Wurzeln, usw.  Wenn es um Bildung geht, ist nahe-liegend, zunächst die eigenen Wurzeln (bitte immer ohne Nationalismus, denn der ist immer schon gefährlich gewesen), und dann das Globale zu erforschen. Denn wer das Eigene kennt, hat vor dem Fremden keine Angst mehr. Und das ist bereits das beste Mittel gegen Fremdenhass. Die Bildung unseres Selbst und das Anerkennen unserer Einzigartigkeit, das von unseren Wurzeln herrührt, wird eine nachfolgende Generation bilden, die eine multi-kulturelle Gesellschaft wie selbstverständlich nimmt. Und das ist für unser aller Zukunft wichtig. Für Gesellschaft, Politik und Unternehmen gleichermaßen.
  • Politik & Religion: die Zeit der Aufklärung und Descartes und wie sie alle heißen, haben uns Menschen, wie alle anderen Dichterinnen & Denker vor uns, weiter gebracht. Ich bin, seitdem ich Unternehmerin bin, in wenigen Marketing- und Verkaufs-Schulungen gewesen, weil ich das Meiste autodidaktisch lerne. Aber was ich immer wieder gehört und gelesen habe ist: lassen Sie aus allem als Unternehmerin, was Sie tun, politische und religiöse Themen draußen. Das allerdings habe ich nie befolgt. Denn alles, was um mich herum geschieht, alles was auf diesem Planeten Erde passiert, IST Politik & Religion. Wie kann ein Mensch davon ausgehen, dass NICHTS davon beeinflusst ist. Meine Religion ist LIEBE. Und all mein Handeln hat Einfluss und ist somit Politik. Wer von sich behauptet, frei von Religion oder Politik in seinem Handeln zu sein, hat hier vielleicht auch eine andere Definition. Aber ich sehe Politik & Religion als HALTUNG. Und alles, was wir tun, hat mit HALTUNG zu tun, oder nicht?Und wer keine HALTUNG hat, ist vielleicht verbogen oder krumm? Ich weiß es nicht. Ich schildere immer nur meinen Standpunkt, Sicht der Dinge, Einschätzung der (ungewissen, unplanbaren) Zukunft und meine Haltung.
  • Und ansonsten haben wir es mit den Konsequenzen einer Konsum-Gesellschaft zu tun, die, wenn sie nicht neu gedacht und gelebt wird, mögliche Konsequenzen verstärkt hervorbringt:
  1.  zunehmender (Massen-) Konsum & Abhängigkeiten wird zu verstärkter Verschuldung führen und im Umkehrschluss langfristig keine genügende Kaufkraft AUF DAUER bewirken, wodurch die Nachfrage und Wachstum bei Unternehmen immer mehr verändert wird: exklusive Angebote stehen absolute Low-Budget-Produkte/Massenware entgegen.
  2. zunehmende Ent-Bildung, ständige reine Links-Hirn-Bildung und das  weitere Zulassen des Verschleudern von Potenzialen führt zu immer weniger brauchbaren Mitarbeitern in Unternehmen und damit der Schwächung unserer Wirtschaft
  3. zunehmende Reiz- und Informations-Überflutung schwächt die Aufmerksamkeits-Förderung ALLER Menschen, nicht nur der nachfolgenden Generation („Goldfisch-Aufmerksamkeit“)
  4. zunehmende Kompensations-Handlungen durch Konsum, Dauer-Aktivität & Sucht, um Glücksgefühle zu erhalten („Wanting“ genannt in der Hirnforschung), führt zu WENIGER GLÜCKLICH-SEIN und damit zu einer zunehmenden Unzufriedenheit der Menschen in dieser Gesellschaft (von Burn-Out und anderen Volkskrankheiten ganz zu schweigen). Und damit zu immer weniger arbeits-fähigen und motivierten Mitarbeitern
  5. Im Umkehrschluss und quergedacht, vor allem aber langfristig würde das Folgendes bedeuten:
    • Glücksforschung wird Lerninhalt werden an Schulen, Akademien und sogar in Museen, Läden (also dort, wo qualitativ wertvoller Konsum stattfindet)
    • Gehirnforschung wird als Lerninhalt in Schulen und Akademien unterrichtet werden – aber aufgepasst: nicht indoktrinär und manipulativ, sondern selbst lernend nach dem Prinzip „Hilf mir, es selbst zu tun“ (Maria Montessori)
    • „offenes Mensch-Sein“ und „Social Leadership“ lösen Standesdünkel-Denken ab
    • Politik & Wirtschaft arbeiten Hand in Hand als eine „Innovations-Fabrik“: Regierungen handeln oft zu kurzfristig aufgrund der kurzen Wahlperioden, und Unternehmen handeln oftmals zu sehr am Shareholder-Value-Prinzip. Dennoch ginge beides gut zusammen und würde damit ein effizientes und hochwirksames Zukunfts-Turbo-Entwicklungs-Modell darstellen, wenn beide Systeme ihre jeweils hochwirksamsten Mittel und Stärken positiv einsetzen und miteinander verbinden. Damit meine ich nicht Lobbyismus, sondern echte Kooperation. Ein Beispiel wäre das unten von mir vorgeschlagene Bildungs-Partnerschafts-System. Und so gäbe es zahlreiche andere Möglichkeiten, um Synergie-Effekte sinnvoll als Turbo-Lader für Entwicklung & Innovation einzusetzen.
    • Experimentieren und Forschen, sowie Trial-and-Error werden Module in Schulen, wo Talentismus als solcher an-erkannt und gefördert wird – und zwar für ALLE Begabten und vermeintlich Nicht-Begabten. Denken & Handeln, das Innovation als oberste Priorität vor Perfektionismus setzt ganz nach dem Motto “ Never be afraid to try something new. Remember, amateurs built the ark – professionals built the Titanic“(unknown author).
    • Menschen werden befähigt werden, ihre Kauf- und Konsumentscheidungen sowie wichtige Entscheidungen ihres Lebens eigenständig und verantwortlich zu treffen. Die wichtigsten Lerninhalte werden zuallererst im Elternhaus, dann im Kindergarten und in der Schule vermittelt. Diese komplexen Lerninhalte werden erst einmal als GRUNDSTEIN und BASIS gelegt durch LEERE. Mein Credo schon immer, auch mit meinen mittlerweile längst erwachsenen Söhnen: Raus in die Natur – fühlen, begreifen, sehen, schmecken, riechen. Aber nicht schon wieder immer nur aktiv bedient werden, also Biergarten, Gasthaus, Alm oder sonstwas – sondern wirklich Natur: Lager bauen, am Fluss Steine auftürmen zu Stau-Mauern, Bäume hochklettern, ein Wigwam bauen, schwimmen, im Bachlauf stapfen usw.  Der Phantasie keine Grenzen setzen, kein Helikopter-Mutter-Vater-Syndrom entwickeln, sondern selbst erst mal die eigene Natur er-leben und ge-stalten, auf eine Alm-Hütte oder einfache Behausung übers Wochenende einkehren, wo man Feuer macht. Ein Lagerfeuer machen (Achtung: Verbote beachten wegen Brandgefahr und nur an erlaubten Stellen, damit die Natur nicht beschädigt wird). Die heimische Natur und Umgebung kennenlernen usw. – hier legt sich der Grundstein für Konsum- und Sucht-Verhalten. Wer von Anfang an sein Selbst und sein Glücklich-Sein ausschließlich über Fernsehen, Internet, Produkte, Mager-Models, Schönheits-Wahn, Dauer-Jugend, Alkohol und Zigarettenqualm von Kindesbeinen an KONDITIONIERT gestalten lässt, sprich: wenn Eltern ausschließlich nur noch das Fernsehen und das Web ihren Kindern vorsetzen, laufen Gefahr, dass diese KONDITIONIERUNG einmal aus dem Ruder läuft: Kinder, die durch Produkte ihr Glücklichsein beziehen, dies aber nur ganz kurzfristig dadurch wirklich erleben, brauchen IMMER MEHR DAVON. Dies setzt eine Spirale in Gang, die Kaufverhalten zur Dauer-Schleife werden lässt, und irgendwann dann aber an eine Grenze stößt: das eigene Einkommen und das eigene Glücklich-Sein, das nicht aus sich SELBST heraus stattfindet.
    • Geld-Schulung und der Umgang mit Finanzen & Versicherungen wird Teil einer weiteren Bildungs-Schiene sein. Und zwar ganzheitlich und auch im Do-it-yourself-Trend.

Mein Vorschlag für eine Übergangslösung und eventuell dauerhafte Lösung, unser Bildungs-System neu zu definieren: Bestehendes nutzen, Innovatives hinzufügen.

Schule & Kindergarten werden in Unternehmen integriert sein:  als Chancen-Sucherin und Lösungs-Finderin denke ich, kann die geniale Chance in Deutschland sein, das bestehende Schulsystem zu nutzen und den Fakt, dass wir meistens noch kein Ganztages-Schul-System haben. Eine Möglichkeit für den Anfang, Bildungssystem in Deutschland neu zu denken, wäre, die Schüler bereits ab dem Mittagessen in der firmeneigenen Kantine in eine Nachmittags-Schule aufzunehmen und dort neben Hausaufgaben-Betreuung all die anderen Fächer anzubieten, die das bestehende System nicht abdeckt. Also eine Nachmittags-Schule anbieten, die sich „Unternehmen Schule“ nennt oder wie auch immer. Da meistens bei bestehenden Systemen, und so sehe ich das aktuelle Bildungssystem, sehr viel Gutes, aber einiges wirklich Schlechtes, vorhanden sind, sollte man das Gute sehen und nutzen und Innovation in Form der Nachmittags-Schule als Ergänzung hinzufügen. Und beides würde sich außerdem dauerhaft in einem sukzessiven Transormationsprozess gegenseitig „befruchten“ und positiv beeinflussen. Damit wäre für alle etwas Gutes getan. Wichtig wäre dabei, nicht zu selektieren, eines der nach wie vor beliebten deutschen Handlungs-Strategien. Sondern quer zu denken, also ALLE Schüler, ob aus bildungsarmen Familien oder Akademiker-Familien, aufzunehmen: die Schätze liegen oft dort, wo man sie nicht vermutet. Ich habe manchmal auch schon Seminare für Arbeitssuchende gemacht, wo Junge Menschen um die 20 Jahre von mir trainiert wurden. Da gab es gigantische Unterschiede im Bildungs- und Abstammungs-Niveau: aber welch ein Potenzial und welch ein Leichtes, selbst in diesem Alter noch Menschen zu motivieren und glücklich zu machen! Und sich für sich selbst und die eigene Zukunft einzusetzen TROTZ manch nicht so schönem Lebenslauf oder Zeugnis. Das Wichtige heutzutage erscheint mir, den Standesdünkel und den Pessimismus abzulegen. Dann werden Ressourcen frei, wo wir sie nicht vermutet haben.

Oder tatsächlich eine Ganztags-Firmeneigene Schule (auch in Kooperation mit anderen Firmen aus ökonomischen Gesichtspunkten), in die sich Schüler ganztags hinein begeben können. Mit der unbedingten Aufgabe, einen hohen Prozentsatz an Kindern aus „bildungsfernen Familien“ aufzunehmen. Da hier ein sehr hohes Potenzial geborgen werden kann, allen Unkenrufen zum Trotz. Denn wer wirkliche Schätze sucht, der findet sie nicht im einseitigen, durchschnittlichen Denken & Handeln, sondern ausschließlich durch Querdenken, das jenseits vom Mittelmaß liegt.

 

Glücklich-Sein ist eine Entscheidung. Und das Wissen darum.

Darauf zu warten, dass es Andere für uns tun, wäre ein Fehler. Fangen wir lieber gleich damit an. Die Achtsamkeit im Hier und Jetzt entsteht durch Leere. Geh raus in die Natur. Oder versinke einfach mal ein paar Minuten in DICH SELBST. Ohne äußeren Einflüsse. Lass Deine Gedanken kommen und gehen. Kommen und gehen. Bis keine mehr kommen. Das ist Leere. Und darin entsteht Neues. Manche nennen es Glück. Ich nenne es einfach REDUKTION.


Quellen:

Bildnachweis – Grafik Sabine Hauswirth,

Infos – eigenes Research & Knowhow, Vom Taschengeld zum Schuldenberg (Sabine Hauswirth, 2001)

 

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