Widerstand & Flow

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Viele Veränderungen rufen im Menschen Widerstand hervor, wenn das in einem hervorgerufene Gefühl nicht positiv besetzt ist. Denn Veränderung / CHANGE ist immer mit dem Adaptiv-Unbewussten irgendwie verbunden und führt bestenfalls nur zu Irritationen. Meistens aber ist hier ein mulmiges oder negatives Gefühl damit einhergehend – kurz: es ist Widerstand vorhanden.

Hier kann man aber sehr gut reagieren und sich selbst steuern, indem man hinfühlt und versucht herauszufinden, was hier die Grundlage ist. Im Natur-Training, aber auch im ZRM®- Training, in dem ich nach Dr. Maja Storch und Frank Krause ausgebildet wurde, aber seit Jahren auch damit schon arbeite, kann man sehr gut dem Gefühl des Widerstands nachgehen.

Zum ZRM®-Training gehört beispielsweise das sogenannte Embodiment, in dem das Körpergefühl festgestellt wird. Und hier lernt man ganz gut, herauszufinden, woher ein negatives Gefühl (nicht nur bei Veränderung / CHANGE) kommt, sondern auch ganz generell ein negatives Gefühl bei einer Situation / Person / Sache.

Aktuell sitze ich an der Modifizierung meiner Intensiv-Coachings aus dem Jahre 2015, denen zugrundegelegt waren die Natur-Seminare, die ich eine ganze Zeit lang gegeben habe. Diese habe ich erweitert auf Kreativitätstechniken, das ZRM®-Training, Life Kinetik und vieles andere mehr – genau deshalb, weil damit der Veränderung im Außen sehr gut begegnet werden kann.

Zugleich kann damit eine Strategie und Organisation entwickelt werden, WIE mit Veränderung begegnet werden kann. Und WIE dem Widerstand begegnet werden kann, damit die Veränderung eine positive Gefühlslage herstellen kann und man damit womöglich sogar ein FLOW-Gefühl entwickeln kann.

Ich persönlich gehe davon aus, dass wir vor allem zukünftig gut mit Veränderungen umgehen lernen, ohne jedes Mal Widerstand zu fühlen, indem wir den Rucksack leichter machen. Ich nenne das nach wie vor „Stressdiät“ oder „Glück ist Knäckebrot“ oder Reduktionsintelligenz-Training (RIT). Durch Zuviel schüttet der Körper automatisch einfach zuviel Stresshormone aus – und da kann vieles einfach nicht gut gelingen, auch nicht das Gefühl für das Gefühl herauszufinden und zu spüren. Natur und Bewegung und Körperarbeit sind hier schon einmal ohne Seminar eine gute und alltagstaugliche Basis, um dem Stress etwas entgegenzuhalten.

Wer sich einmal die Themen (TOPICS) aufschreibt, die einem auffallen im Alltag, die einen belasten, kann dadurch allein schon der Lösung näherkommen. Denn indem ich die Themen kenne, kann ich die Lösungen schon viel eher suchen, danach entsprechende Handlungsstrategien entwerfen.

Auch ich arbeite seit geraumer Zeit in Form von TOPICs, die Lösungen zu entsprechenden Phänomenen entwickeln oder finden. Ich habe mich hier angelehnt an die Reform des finnischen Schulsystems (phenomenal education), die aus dem bisherigen Unterrichten in Form von einzelnen Schulfächern ausgestiegen sind, um der Komplexität zukünftiger Problemstellungen besser auch schon im Schulsystem zu begegnen. Da ich gerne Komplexität auf Einfachheit herunterbreche, habe ich deshalb in meinen Coachings und Seminaren sowie für Problem-Lösungen entsprechend das System modifiziert übernommen. Dies heruntergebrochen ergibt dann Module, die wiederum, wie der Name schon sagt, modular zusammengestellt werden können – je nach Aufgabenstellung. Somit kommt man sehr viel schneller, effizienter und effektiver den Fragestellungen auf den Grund.

Widerstand ist daher nur eine der Aufgabenstellungen der Zukunft – Veränderungen zu begegnen, bedeutet zunächst, persönliche Widerstände auf gute und emotionale Weise zu erkennen und sie dann gut umzuwandeln. Jenseits von Manipulation und Macht.

Denn Flow entsteht nur mit einem guten Gefühl.


Bildnachweis: © Sabine Hauswirth

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