Wie können Mitarbeiter positiv ans Unternehmen gebunden werden?

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Jeder redet von Mitarbeiter-Bindung. Und diese ist auch wichtig. Doch für welche Firmen sind welche Mittel hilfreich? Es gibt kleine Firmen, die genauso interessiert sind, ihre Mitarbeiter zu motivieren und sie dadurch ans Unternehmen zu binden und es gibt große Unternehmen, die eigene HR-Abteilungen für diese Aufgabe haben. Motivation hängt mit vielen Komponenten zusammen. Neben der intrinsischen und der extrinsischen Motivation gehören viele kleine Komponenten, die einen Mitarbeiter sich mit „seinem“  Unternehmen identifizieren lassen.

Jedes Unternehmen ist individuell und kennt seine Stellschrauben. Es braucht niemanden von Außen, der alles vorgibt oder installiert – warum auch. Jedes Unternehmen hat eine eigenen Unternehmenskultur und Intelligenz.

Folgende Herausforderungen gilt es dabei zu bewältigen:

  1. Stress und Dauer-Funktionieren beim Menschen führen zu Knock-out, zumindest aber zu Fehl-Konzentration und Fehlerhäufigkeit. Stichwort: „Stress-Diät“ und die Folgen von Smartphone-Dauerkonsum, insbesondere bei der nachfolgenden Generationen. Hierzu benötigt es alltagstaugliche Möglichkeiten, um auch dies zu bewältigen
  2. die digitale Transformation führt zu einer ständigen und immer schnelleren Veränderungen von Geschäftsmodellen, Berufen und Branchen – aber auch gesellschaftliche Veränderungen kommen durch die Globalisierung immer schneller und massiver unter Druck– Stichwort: Flexibilität, Veränderungsbereitschaft, Geschwindigkeit
  3. die erhöhte Veränderung und damit einhergehende Geschwindigkeit erfordert von Unternehmen erhöhte Innovationsfähigkeit – Innovation ist hier längst nicht mehr technisch zu verstehen, sondern insbesondere Einfallsreichtum generell und Ideen-Umsetzung in Schnellst-Zeit – Stichwort: speed of implementation, Innovationstraining
  4. jeder Mensch ist einzigartig und nutzt nur einen Teil seines Potenzials und seiner Talente. Man kann diese weiterentwickeln, aber wesentlicher ist zukünftig viel mehr die Möglichkeit, im Unternehmen die eigenen Fähigkeiten zu verstärken und zu vertiefen sowie neue Fähigkeiten zu erlernen.  Wachstum im Unternehmen wird zukünftig, so wie ich das sehe, aber vor allem durch Geschwindigkeit und der schnellen Umsetzung von Innovation entstehen. Unter Druck wird dies jedoch nicht funktionieren. Dieses Wachstum entsteht durch aktive Förderung der Mitarbeiter in ihren Skills, um diese an der richtigen Stelle im Unternehmen einzusetzen. Das World Economic Forum sieht hier eine besondere Anforderung an lebenslanges Lernen sowie „Skilling“ und „Reskilling“ von Mitarbeitern.

  5. die Finanz- und Schuldenkrise, die EZB-Politik der Niedrigzinsen haben die Teile der herkömmlichen Altersvorsorgen großen Herausforderungen unterworfen. Zugleich entstanden dadurch neue und höhere Versorgungslücken bei vielen Menschen zur Erhaltung des Lebensstandards im Alter. Versorgungslücken waren ohnehin schon bei sehr vielen Menschen vorhanden. Um dies positiv zu gestalten und ohne Angst-Szenario bedarf es besonderer Strategien, auch Finanz-Knowhow für Alle, sowie Gesundheit, die bereits im Unternehmen gefördert wird. Stichwort: Reduktionsmanagement, Gesundheit, Pausen, Entschleunigung, Stress-Diät, Reduktion, Zukunfts-Ökonomie. Aber auch, so wie ich das sehe, bedingungsloses Grundeinkommen
  6. der Demographie-Faktor PLUS die digitale Transformation bringen herkömmliche Mitarbeiterbindungs-Programme unter Druck. So wie ich das sehe, werden Mitarbeiterbindung genauso schnellen Veränderungen und Anpassungsbedarfen unterliegen werden wie alle anderen Programme auch. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass immer mehr ein RAHMEN eines Programmes „installiert“ wird und die Struktur, Methoden und Tools immer wieder vom Unternehmen entsprechend des Veränderungsbedarfs angepasst werden. Ich nenne das: Design on Frame.
  7. Jedes Unternehmen hat Gestaltungs-(„Design“)-Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren und zu binden. Und dies kann in  Unternehmen auch alltagstauglich, ja sogar teilweise kostengünstig, integriert werden. Stichwort: Reduktionsmanagement, Zukunfts-Ökonomie
  8. Mitarbeiter sind der „Schatz“ des Unternehmens. Und zugleich ein großer Faktor für Wohlbefinden und Wachstum zugleich. Stichwort: Estimee/Wertschätzung anstatt Value, Treasure oder Treasury als die zu hebende Schatzkiste = Treasue Value
  9. Die einfachen Möglichkeiten, auch schon ohne integriertes Mitarbeiterbindungs-Programm können sein: Pausen, Natur und Grünflächen ins Unternehmen integriert (besser: rausgehen ermöglichen), Bewegungspausen, Gehirnjogging für Entspannung: Synchronisationsübungen für linke und rechte Gehirnhälfte, kreative Ecke einrichten als Ausgleich zu rein analytischer oder einseitiger Tätigkeit (Pausen der Rekreation, Entspannung) – Stichwort: Vereinfachung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement und insbesondere dem Umgang mit Smartphones & Co.
  10. Reduktionsmanagement ist nicht nur „Stress-Diät“, sondern für die sogenannten Millenials wird auch ökonomische Anpassung der Lebensverhältnisse und -standards an Realitäten erforderlich machen. Dies sollte immer in Verbindung mit positiver Haltung geschehen und in einer realistisch-wertschätzenden Art und Weise erfolgen. Hier hat ein Arbeitgeber Möglichkeiten, Benefits in Form von NACHHALTIGER betrieblicher Altersvorsorge einzurichten. Eine zusätzliche Möglichkeit wäre, Mitarbeitern Economy-Knowhow in Form von Schulungen anzubieten. In Zeiten immer schwieriger ökonomischer Rahmenbedingungen und Verhältnisse fast ein Muss, um auch den Problemen von German Angst, zunehmender Angst vor (Geld-)Verlust eine positive Lösung und damit Motivation und damit Bindung ans Unternehmen zu bieten.
  11. Lifetime-Modelle anbieten – man kann das auch benennen, wie man will: aber den Lebensphasen entsprechende Arbeitszeiten und Arbeits-Formen sowie das ‚Ansparen‘ von Zeit, z.B. durch Zeitwertkonten, und viele unterschiedliche Möglichkeiten, bieten Mitarbeitern gute Möglichkeiten, Beruf und Leben an die jeweilige Lebensphase anzupassen und besser miteinander zu verbinden (Lifetime Design). Hier gibt es ohnehin schon so viele Konzepte in den Unternehmen, aber auch hier wird sukzessive noch mehr ergänzt werden, um Mitarbeitern eine gute Zukunft zu bieten.

Sicherlich gibt es vollkommen unterschiedliche Herangehensweise an das Thema Mitarbeiterbindung und sehr viele unterschiedliche Konzepte und Programme, die auch schon bewährt angewandt werden. Dies ist hier meine Vorstellung eines Rahmens. Wie das einzelne Unternehmen den Rahmen füllt, kann ganz individuell nach Größe, Struktur, Branche, Entscheider-Flexibilität und Finanzmitteln unterschiedlich ausfallen. Dass ein kleines Unternehmen logischerweise ganz andere Dinge machen kann wie ein größeres, liegt auf der Hand. Ich denke, dass jedes Unternehmen etwas tun kann, auch ohne größeren Aufwand – mit den richtigen Ideen, aber auch guter Bezahlung anstatt Mindestlohn-Jobs sind schon sehr gute Ansätze gemacht.


Bildnachweis: Titelbild Fotolia_5169816

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