Wissens-Wertes mit Qualität

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Nicht immer erkennt man guten Journalismus und immer mehr kommt man bei den ein oder anderen journalistischen Inhalten ins Grübeln. Dennoch denke ich, kann man, wenn man klar und strukturiert ist, und zugleich auch Intuition nutzt, erkennen, ob es sich bei Inhalten um flüchtig dahin Geschriebenes und wenig Fundiertes oder um sauber und inhaltlich gut recherchierte Inhalte handelt.
Auch sollte man immer gut hinschauen, wenn es sich um Ideen handelt – die können manchmal sehr wertvoll sein, ohne dass es bereits Forschung oder sonstige Erkenntnisse gibt. Ausschlaggebend für mich beim Lesen sind immer der Hintergrund eines Autors und der nachvollziehbare Inhalt.
Oder auch, wenn Ideen vorgeschlagen werden, ob diese nachvollziehbar sind und womöglich umsetzbar.

Beim Recherchieren bin ich immer wieder auf Inhalte von „Empfehlern“ angewiesen, also Leuten, die mir einen Tipp geben oder Inhalte weiterleiten. Und aktuell wurde ich zu einem Produkttest meines Blogger-Portals eingeladen, zu dem ich tatsächlich einwilligte, weil ich die Seite  und das Angebot interessant finde: und die sich interessant liest und die vom Ansatz her auch einen guten Eindruck macht. Natürlich schaue ich, wer dahinter steckt und welche Mission damit verfolgt wird: piqd ist eine Online-Plattform, die handverlesen durch Kuratoren Inhalte empfiehlt zu den unterschiedlichsten Themen. Derjenige, der diese Programmzeitschrift ermöglicht als Investor, ist Konrad Schwingenstein, der Enkel von August Schwingenstein, einem Mitgründer des Süddeutschen Verlags.

Auf meiner Suche im Bereich Klimawandel sah ich dann auch ein paar Beiträge, die für mich relevant waren. Da auf piqd Kuratoren zu jeder Empfehlung Rezensionen, Reflektionen und Zusammenfassungen verfassen und aber auch schreiben, WARUM sie etwas empfehlen, habe ich eine etwas bessere Nachvollziehbarkeit von Quellen. Die Inhalte werden dabei nicht von einem Algorithmus ausgewählt, sondern von knapp 150 klugen Köpfen, die nachvollziehbarerweise Expertise in ihrem Thema besitzen (zum Beispiel, weil sie sich als Journalist oder Wissenschaftler mit dem Thema beschäftigen).

Gerade bei einer meiner Entwicklungen, einer Innovations-Methode und Methode für Veränderungsprozesse, dem U.P.C.Y.C.L.I.N.G. Design Sensing (Beitrag auf Huffington Post), die indirekt auch mit dem Klimawandel zu tun hat, weil sie aus meiner Erfahrung mit dem Upcycling von Kleidung zu tun hat (das ich nur on demand anbiete, weil mein Fokus auf anderen Dingen liegt), bin ich immer wieder mit dem Thema Wiederverwertung, Aufwertung (Upcycling) und Ressourcen-Schonung (Material, Energie, Zeit, Rohstoffe, Potenziale als Ressourcen usw.) konfrontiert. Und auch für neue Entwicklungen benötige ich immer fundiertes Material, um logisch zusammenhängende Tools anschließend kreiert zu haben, die Hand und Fuß haben.

Beispielsweise bei meinem Satellite-Core-Modell, das sicherlich heute noch ein etwas ungewöhnliches Modell erscheint, sind viele wissenschaftliche Grundlagen, unter anderem den Zusammenhängen, wie Neurogenese (die Neubildung von Neuronen im Gehirn, die nachweislich viele positive Eigenschaften wie Konzentration, Entschleunigung, Panikbremse und vieles anderes mehr mit sich bringt) entsteht, eingeflossen: beispielsweise das fokussierte, nacheinander Bearbeiten unterschiedlicher Tätigkeiten, bringt unsere Neurogenese in Schwung. Daraus ist dann ein richtiges Modell geworden, das sogar als Einkommens-Modell zugrundegelegt werden kann, wenn es langfristig angewandt wird. Ohne gute Grundlagen, wirklich fundiert, würde ich so etwas gar nicht entwickeln können. Denn innovative Einfälle entstehen gerade auch durch das Kombinieren mehrerer Sachverhalte, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. So bin ich dann hinsichtlich meines Anspruches an den piqd-Produkttest herangegangen:

  1. die Quellen müssen nachvollziehbar sein: Redaktion, Journalist/Wissenschaftler/Forscher
  2. die Inhalte müssen klar und übersichtlich strukturiert sein
  3. bei Online-Plattformen habe ich folgenden Anspruch: die Plattform muss relevante Wissensgebiete anbieten
  4. und last but not least: der Investor oder Herausgeber, also somit das Interesse „dahinter“ muss erkennbar sein

Dazu habe ich nun auch ein paar gute Inhalte bei piqd entsprechend meinem aktuellen Thema „Klimawandel“ durchgelesen und bin auch fündig geworden. Alles in Allem gefällt mir das sehr gut, was ich da lese. Und die Kriterien sind sehr gut erfüllt. Ich denke, es ist vor allem eine sehr gute „Bildungsplattform“, die aktuelle News und Wissen kurz und prägnant umsetzt. Ich sehe das vor allem als eine Wissensplattform gerade auch für die Future Generation, die ja sehr viel online liest und auch durchaus mal „On-the-Go“, so wie meine Lichtscheune ja auch konzipiert ist, liest.

Ich persönlich schätze es sehr, wenn nicht Inhalte einfach aus der Hüfte heraus gepulvert werden, sondern zumindest auch einigermaßen nachvollziehbar, belegbar, begründet und das Für und Wider diskutierbar gemacht wird. Und das findet man hier. Und was ich richtig gut finde, sind die vielen Kuratoren/innen, die hier fleißig am Schreiben sind. Wichtig finde ich auch, dass es eine Bezahlung gibt, die auch transparent auf der Webseite gezeigt wird. Ohne Bezahlung fände ich es eine schlechte Vorbild-Wirkung – gerade für gute Arbeit soll auch Geld bezahlt werden. Und dass man damit nicht reich wird, ich glaube, das stört hier niemanden, da man das Herzblut der jungen Menschen einfach spürt. Und dass dann piqd noch für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, freut einen umso mehr.

Die vielen Fake-News, die im Internet ansosten herumschwirren benötigen zweifelsfrei einen Gegenpart: Journalismus mit Qualität und Herz. Klar, Einflussnahme besteht immer. Aber wenn sie nachvollziehbar ist, Herausgeber und Quellen irgendwie besser zurückverfolgbar sind, dann hat das einen eigenen Wert. Insbesondere macht es einen Unterschied, ob Sachverhalte dargestellt und begründet werden und nicht nur einfach platt emotional manipuliert wird. Da finde ich piqd doch ein erfrischend schönes Online-Magazin, das hier eine andere und ganz bewusst transparente Herangehensweise hat.

Dass ich für den Produkttest eine lebenslange kostenfreie Mitgliedschaft erhalten habe, wusste ich, bevor ich mich für oder gegen den Produkttest entschied. Wäre mir Negatives aufgefallen, hätte ich es geschrieben. Denn dann ist auch eine Mitgliedschaft nichts wert, wenn man es dann sowieso nicht lesen würde. Und so freue ich mich, hier immer wieder mal stöbern zu können. Vielen Dank.

piqd ist ein erfrischendes Online-Magazin, das es sicherlich Wert ist, viele Abonnenten zu gewinnen.
Denn Wissens-Wertes mit Qualität und Herz sind heutzutage sicherlich nicht mehr selbstverständlich.


Bildnachweis: Screenshot piqd/Hauswirth, Twitterfeeds by Twitter, Titelfoto Fotolia_71052853
Transparenznachweis Sponsored Post: piqd-Abo Mitgliedschaft lebenslang

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