Wohnen – Reduziert – auch das kann Zukunft sein

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Wohnen – Reduziert – das ist die Zukunft….

manchmal komme ich mir schon komisch vor, zugegeben. Seit 20 Jahren, damals war ich noch als Baurechtsexpertin tätig, bin ich Fan von kleinen Häusern und von einer total anderen Städtebauplanung als es – auch heute – immer noch alltäglich ist. Aber jetzt ist die Zeit gekommen – und das ist wunderbar und darüber freue ich mich.

Denn die Finanz- und Schuldenkrise wird ihre Konsequenzen bringen. Der Staat hat ja keine andere Möglichkeit, als seine Schulden auf seine Steuerbürger zu übertragen. In der Konsequenz bedeutet dies, wir werden immer mehr Abgaben und Steuern zahlen müssen.

Wer auf große Häuser, hohe Finanzierungen, gebaut hat, muss halt länger und mehr zahlen.

Wer das nicht will und sich den Druck rausnehmen mag, der baut…… KLEIN. Also geht es hier um eine optimale Lösung, ohne dass man sich Sorgen oder Angst macht: nein – einfach mit den Gegebenheiten umgehen, sich darauf einstellen, dass eben die krasse Wachstumszeit nach dem 2. Weltkrieg vorbei ist. Es ist eine Option für Häuslebauer, die heutige Preise nicht mehr leisten können. Die aber sehr gerne ein eigenes Haus haben wollen.

Dazu habe ich eine Einladung in München entdeckt. Hier entsteht auch schon seit langem der Bedarf für gemeinschaftliches und kleineres Wohnen – also Wohnen, das VOR Rendite-Aspekten kommt, Gemeinschaft bevorzugt und bezahlbare Preise einschließt. Es ist der 10. Wohnprojekttag in München.

Veranstalterinnen sind :
Urbanes Wohnen/ WohnWerkstatt München e.V.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München, Ansprechpartnerin: Doris Knaier / Susanne Flynn
mitbauzentrale münchen, Beratung für gemeinschaftsorientiertes Wohnen
Schwindstr. 1, 80798 München
Ansprechpartnerin: Heike Skok Email: heike.skok@mitbauzentrale-muenchen.de
Münchner Volkshochschule, Fachgebiet Politik & Gesellschaft
Kellerstraße 6, 81667 München Ansprechpartnerin: Stefanie Hajak

Wohnprojekte: Keimzellen des alternativen Wirtschaftens
Wann: 6. und 7. Februar 2015

Wo: Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Straße 5, 81667 München
Der 10. Wohnprojekttag in München stellt dieses Mal Wohnprojekte den Zusammenhang mit alternativem Wirtschaften. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Mieten erweisen sich Wohnprojekte als Keimzellen von zukunftsweisendem wirtschaftlichem Handeln. In den Projekten wird mehr Wert auf das gute Zusammenwohnen und –leben als auf Rendite gelegt; die Akteure entwickeln im Inneren wie nach außen kreative Wirtschaftskonzepte. Dabei gewinnen Bürger/innen Gestaltungsmacht über Lebensbereiche zurück, die verloren gegangen schienen. Auf dem 10.Wohnprojekttag präsentieren wir Ideen und Konzepte für alternatives Wirtschaften in Wohnprojekten.

Ein interessanter Tag, auf den ich Euch aufmerksam machen mag.

 

 

(C) Bildnachweis: fotolia

 

2 Kommentare auch kommentieren

  1. henna lund sagt:

    an das reduzierte wohnen in der zukunft glaub ich schon lange !
    raum wird teurer und rar in großstädten – wir müssen uns also an neue wohnkonzepte gewöhnen !
    hier findest du auch ein paar futuristische ansätze, wie wir platz besser nutzen können – besonders dächer bieten sich hier an:
    http://smart-magazine.com/space/grand-architectural-schemes/
    was meinst du, könntest du dir vorstellen auf dem dach zu leben ?

    1. Sabine sagt:

      Hallo Henna, aber natürlich könnte ich mir das vorstellen, auf dem Dach zu leben. Zumindest, wenn es auch etwas grün ist und wenn es eine Wohlfühl-Architektur ist.
      Ich finde diese Art von Architektur, insbesondere wenn sie reduktiv, ressourcenschonend und schön ist, einfach beeindruckend.

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